Carel Mohn von Klimafakten.de zur Initiative fridaysforfuture

Die Schülerstreiks geben einem Gefühl Ausdruck, das weite Teile der Öffentlichkeit teilen: Bei der Aufgabe, unsere klimaschädlichen Emissionen auf Null zu bringen, bleiben wir weit hinter dem zurück, was nötig ist - und was wir tun könnten.

Carel Mohn von Klimafakten.de zur Initiative fridaysforfuture
klimafakten.de

Ein großer Teil der Bevölkerung ist wegen der Folgen des Klimawandels für unser Leben ernsthaft in Sorge. Die Schülerinnen und Schüler gehen aber einen Schritt weiter. Sie schließen sich zusammen und sagen deutlich: Wir wollen eine bessere Klimapolitik. Und genau darum geht es doch auch: Es ist Aufgabe der Politik, Regeln auszuhandeln, damit klimaverträgliches Verhalten sich lohnt. Damit zum Beispiel solche Absurditäten aufhören, dass uns eine Bundesbehörde (nämlich das Umweltbundesamt) empfiehlt, weniger zu fliegen, während es gleichzeitig Gesetze gibt, die die Bahn gegenüber dem Flugzeug benachteiligen.

Andere Regeln brauchen wir auch, damit wir schrittweise davon wegkommen, Kohle, Öl und Erdgas zu verbrennen.  

Ich glaube, dass die Schülerinnen und Schüler zum Teil viel besser als die heutigen Erwachsenen verstanden haben, dass wir in der Klimapolitik jetzt den Turbo einschalten müssen.

Wir müssen den Klimawandel viel stärker als bisher zum Thema machen. Und wir müssen verstehen, dass wir von jeder einzelnen politischen Partei überzeugende und praxistaugliche Vorschläge dafür brauchen, wie wir unsere Wirtschaft in Richtung Null-Emissionen umbauen.

 

Carel Mohn leitet das von uns geförderte Projekt Klimafakten.de in Berlin. www.klimafakten.de