Die Vorlaufstudie „DIDA: Digitale Daseinsvorsorge“ zeigt, dass digitale Angebote der Daseinsvorsorge heute häufig isoliert nebeneinander existieren, schwer auffindbar sind und kaum miteinander vernetzt sind. Für Nutzer*innen führt das zu einer fragmentierten Versorgung, die stark von Zufall und individuellen Suchfähigkeiten abhängt. Gleichzeitig entstehen für Anbieter Doppelstrukturen und ineffiziente Prozesse.

Als Lösungsansatz schlägt die Studie den Aufbau einer gemeinsamen technischen Infrastruktur („DIDA“) vor. Statt einzelner Plattformen soll ein offenes, dezentrales Netzwerk entstehen, das über standardisierte Schnittstellen (APIs) die Vernetzung verschiedener Angebote ermöglicht. Dadurch können Dienste besser zusammenarbeiten, Daten austauschen und Nutzer*innen entlang ihrer Lebenslagen durch passende Angebote begleitet werden.

Ziel ist es, digitale Daseinsvorsorge stärker nutzerorientiert zu gestalten, Zugänge zu vereinfachen und Synergien zwischen staatlichen, zivilgesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteur*innen zu heben. Gleichzeitig kann eine solche Infrastruktur Effizienz steigern, Innovation fördern und die Abhängigkeit von großen Plattformen reduzieren.

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AutorHenning Tillmann
Seiten10
VeröffentlichungApril 2026
SpracheDeutsch

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