Der Praxisleitfaden befasst sich mit der Frage, wie Kommunen Klimaschutzmaßnahmen so gestalten können, dass sie nicht nur Emissionen reduzieren, sondern gleichzeitig soziale Gerechtigkeit fördern. Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass viele bestehende Klimaschutzinstrumente unbeabsichtigt soziale Ungleichheiten verstärken, da sie vor allem Haushalte mit mehr Ressourcen erreichen. Der Leitfaden zeigt auf, warum soziale Gerechtigkeit und Teilhabe zentrale Voraussetzungen für einen wirksamen, akzeptierten und nachhaltigen Klimaschutz sind.
Auf Basis des Projekts INCLU:DE werden zentrale gesellschaftliche, konzeptionelle und institutionelle Herausforderungen analysiert, mit denen Städte bei der Umsetzung sozial gerechter Klimapolitik konfrontiert sind. Der Leitfaden stellt praxisnahe Strategien vor, um Zugangsbarrieren abzubauen, die Beteiligung unterrepräsentierter Gruppen zu stärken und Klimaschutzmaßnahmen gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften zu entwickeln. Ein zentrales Element ist ein Gerechtigkeitsmodell mit den Dimensionen Zugang, Partizipation und Chancen, das Kommunen bei Planung, Umsetzung und Evaluation unterstützt.
Ergänzt wird der Leitfaden durch zahlreiche Praxisbeispiele aus deutschen und internationalen Städten, die zeigen, wie sozial gerechter Klimaschutz konkret umgesetzt werden kann. Die Publikation richtet sich an kommunale Verwaltungen, politische Entscheidungsträger*innen und zivilgesellschaftliche Akteur*innen und bietet Orientierung für eine inklusive, wirksame und langfristig tragfähige kommunale Klimapolitik.