Zugang per Zufallsprinzip?

Neuzugewanderte auf dem Weg in die berufliche Bildung

In den letzten fünf Jahren sind über eine Million Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren nach Deutschland geflüchtet oder aus dem EU-Ausland zugewandert. Viele bringen bereits schulische, berufliche oder akademische Bildungsabschlüsse mit. Andere hingegen kommen ohne Abschluss oder haben mehrere Schuljahre verpasst, nicht selten aufgrund ihrer Flucht. Wie es ihnen gelingt, hier in Deutschland einen Zugang zu Bildung und insbesondere beruflicher Bildung zu finden, ist wegweisend für ihre Integration.

Ob und ggf. wann junge Flüchtlinge und EU-Staatsangehörige Zugang zu einer Berufsschule, einem Sprachkurs oder einem Betriebspraktikum erhalten, hängt jedoch oft von Rahmenbedingungen ab, die sie kaum beeinflussen können, z. B. in welchem Bundesland sie leben, wie alt sie sind und welchen Aufenthaltsstatus sie haben. Wie junge Flüchtlinge und EU-Zugewanderte ihren Weg in die Berufsaus-bildung erleben, welche Hürden ihnen besonders zu schaffen machen und wen oder was sie als hilfreich empfinden, hat der SVR-Forschungsbereich für die Bundesländer Sachsen und Bayern mit spezifischem Blick auf die Städte Chemnitz und München untersucht.

Details zur Publikation

Autor: Lena Rother und Simon Morris-Lange Herausgeber: Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration Seiten: 40 Veröffentlichung: 2020 Sprache: Deutsch