ZuGleich Zugehörigkeit & (Un-)Gleichwertigkeit

Einstellungen zur Integration erkennen, Integrationsdebatte versachlichen

Was heißt es, Einwanderungsland zu sein? Wie stehen Personen in Deutschland zu den Themen Integration und Willkommenskultur? Welche Vorstellungen haben die Bürger von Integration? In welchem Verhältnis stehen der Wille zu Toleranz und Integrationsbereitschaft zur tatsächlich gelebten Integration? Die Studie „ZuGleich“ analysiert auf Basis von repräsentativen Umfragen Einstellungsmuster. Sie benennt Kriterien, die in der Bevölkerung in Deutschland als Voraussetzung für gelungene Integration angesehen werden.

WOZU?

Zielgerichtet Integration befördern und Chancengleichheit und Gerechtigkeit erreichen

Wenn wir wissen, welche Einstellungen gegenüber Minderheiten in Deutschland und deren Rechte auf Teilhabe und Integration bestehen, können wir Praxisprojekte für gelingende Integration zielgerichteter konzipieren und mit diesen stärker wirken. Die Studie gibt zudem wichtige Impulse für die Debatte über Integration und das Aushandeln von Identität in unserer vielfältigen Gesellschaft. Sie soll dazu beitragen, die Diskussion stärker zu versachlichen und so das Integrationsklima positiv zu bestärken.

WAS?

Bundesweite Befragungen

ZuGleich analysiert auf Basis einer bundesweiten, repräsentativen Befragung Meinungen zur Gleichwertigkeit oder Ungleichwertigkeit von sozialen Gruppen in Deutschland. Die Meinung, die Menschen über sich selbst und die Gruppe, zu der sie gehören, haben - und die Meinungen, die sie über andere Gruppen haben, sind ausschlaggebend für ihre Bereitschaft, gesellschaftliche Vielfalt als Bereicherung oder als Bedrohung zu sehen. Die Studie konzentriert sich daher vor allem auf die Strukturen von Vorurteilen der Bevölkerung gegenüber anderen sozialen Gruppen. Gleichzeitig analysiert sie die sogenannten Akkulturationsvorstellungen - vereinfacht die Einstellung dazu, wer sich wem anpassen sollte. Sie ermittelt zudem Vorstellungen von Etablierungsvorrechten und sogenannte Rückeroberungsappelle: beispielsweise, wie sehr die Mehrheitsgesellschaft auf vermeintlichen Vorrechten beharrt.

WIE?

Repräsentative Umfragen in zweijährigem Abstand, vergleichbare Daten

Die Wissenschaftler haben eine anonyme und repräsentative Querschnitts-Befragung von insgesamt 2.006 volljährigen Personen zwischen November 2013 und Januar 2014 sowie von 1.500 Personen zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 in Deutschland vorgenommen. Im Fokus stehen die wesentlichen Kernfragen zur Integrationsgemeinschaft und Fragen, inwiefern eine allgemeine Gleichwertigkeit und die Zugehörigkeit von Migranten anerkannt werden. Teile des Projektes basieren auf dem beendeten Projekt Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF), das in der Reihe „Deutsche Zustände“ (Suhrkamp) veröffentlicht wurde. Von Januar bis März 2018 wird eine dritte Erhebung durchgeführt.

Geschichten aus dem Projekt

Videos

Social Media-Element anzeigen (Mehr über Datenschutz und Social Media)
Mehr auf YouTube

Projektmanager

 Katharina Tesmer
Katharina Tesmer
Projektmanagerin
Katharina Tesmer ist zurzeit in Elternzeit.
 Anna Dieterle
Anna Dieterle
Projektmanagerin
+49 201 24522-815
naan.qvrgreyr@fgvsghat-zrepngbe.qr

Beitrag der Stiftung

Bewilligte Summe: 500.000 Euro Laufzeit: 2012 - 2019

Projektpartner

Universität Bielefeld

Aktuelles aus dem Projekt

Pressemitteilung der Stiftung Mercator

Zwischen Willkommenskultur und Rückkehrwünschen zu alten Vorrechten: Der [...]

Ergebnisse der Studie „ZuGleich – Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit“ des Instituts für [...]

Wie steht es um die Willkommenskultur in Deutschland?

ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator
Veranstaltung auf Einladung der Stiftung Mercator

Mercator Policy Briefing zur Diskussion der Studie „ZuGleich – Zugehörigkeit und [...]

ProjektZentrum Berlin der Stiftung Mercator