Mit ohne Alles (Teentalitarismus)

Jugendliche sind Mitgestalter eines der größten Kulturfestivals

Sie sind Organisatoren, Geschichtenerzähler, Besucher, Vermittler und vor allem Künstler: Rund 40 Jugendliche aus dem Ruhrgebiet bilden bei der Ruhrtriennale das Nachwuchs-Produktionsbüro „Mit Ohne alles“ und tragen jährlich mit eigenen künstlerischen Beiträgen zum Festival bei. Sie  erleben und leben kulturelle Bildung und gestalten so nicht nur Kultur, sondern auch Gesellschaft. Ihr Projekt und ihre Erfahrungen stellen sie Schulklassen vor. Gleichzeitig besuchen auch Schulen das Projekt vor Ort und wirken bei der Gestaltung mit.

WOZU?

Zeigen, wie hochwertige kulturelle Bildung gelingen kann

Die Ruhrtriennale öffnet sich noch stärker für Lehrer und Schüler, darunter auch minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge, und schafft eine ernsthafte Plattform für Jugendliche innerhalb einer etablierten Kulturinstitution mit hoher Reichweite. Die Jugendlichen erleben ihr eigenes kreatives Schaffen, verarbeiten ihre Erfahrungen und entwickeln ihre Persönlichkeit weiter. Sie zeigen dabei auch den Zuschauern der Ruhrtriennale, was kulturelle Bildung leisten kann und stellen Schulen und Kultureinrichtungen ihr Projekt vor. Wie qualitativ hochwertige kulturelle Bildung gelingen und Integration befördern kann, und welchen großen Stellenwert sie einnehmen kann, wird so in die Breite getragen.

WAS?

Jugendliche gestalten eigene Programminhalte

In einem Teenager-Machtgebiet auf dem Vorplatz der Jahrhunderthalle Bochum testen rund 40 Jugendliche in den sechs Festivalwochen aus, was es heißt, Macht zu haben und auszuüben. Hier definieren sie die Regeln des Zusammenlebens und Arbeitens. Die Jugendlichen entwickeln und realisieren auf diese Weise eigene künstlerische Beiträge, die offizieller und gleichwertiger Bestandteil des Festivalprogramms sind. Gemeinsam mit dem Publikum finden sie heraus, was es bedeutet, wenn Machtverhältnisse hinterfragt und neu geordnet werden. Sie laden die Besucher ein zu Mutproben, nächtlichen Spaziergängen und Partys, entwickeln Parcours über das Machtgebiet der Kunst und halten Konferenzen ab. Dabei beziehen sie andere Jugendliche des Ruhrgebiets mit ein, besuchen Schulen und Kultureinrichtungen. Die teentalitaristische Zone ist für Jeden geöffnet: zum Reden oder Spielen, zum gemeinsamen Arbeiten oder Diskutieren – so lange die Besucher sich an die Gesetze und Verhaltensregeln der Teenager halten.

WIE?

Gestaltung und Vermittlung: beides übernehmen die Jugendlichen selbst

Die Schüler sind 13 bis 22 Jahre alt, kommen aus vier Ruhrgebietsstädten, besuchen acht unterschiedliche Schulen, wohnen teilweise in Heimen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, bei ihren Eltern oder auch schon allein. Sie sind Jugendliche des Ruhrgebietes und bilden dieses in ihrer Heterogenität ab. Das Team der Ruhrtriennale entwickelt gemeinsam mit den Jugendlichen und Künstlern auf Basis der gewonnen Erfahrungen Anschauungsmaterial und Qualifizierungsangebote für Lehrer und Schüler aus dem Ruhrgebiet, um das gewonnene Erfahrungswissen an weitere Institutionen und Schulen weiterzugeben und in die Breite zu tragen.

Geschichten aus dem Projekt

Projektmanager

 Viola Hilbing
Viola Hilbing
Projektmanagerin
+49 201 24522-816
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Beitrag der Stiftung

Bewilligte Summe: 250.000 Euro Laufzeit: 2016 - 2017

Projektpartner

Kultur Ruhr GmbH

Zusätzliche Infos

www.ruhrtriennale.de

Aktuelles aus dem Projekt

der Ruhrtriennale

Teentalitarismus: Jugendsongs

19.08.2017 20:00 Uhr – Vorplatz der Jahrhunderthalle, Bochum

Öffentliche Veranstaltung der Ruhrtriennale

Eröffnung: „The Good, the Bad and the Ugly“ und Teentalitarismus

18.08.2017 16:30 Uhr – Vorplatz, Jahrhunderthalle Bochum

Öffentliche Veranstaltung der Ruhrtriennale

Teentalitarismus: The End of everything

30.09.2017 18:00 Uhr – The Good, the Bad and the Ugly (Refektorium), Bochum




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