Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM)

Wissenschaftler untersuchen europäische Reaktionen auf Migration

Die Ankunft vieler Flüchtlinge in den vergangenen Jahren hat die europäischen Demokratien enorm unter Stress gesetzt. Wissenschaftler erforschen länderübergreifend, wie Politik und Verwaltungen damit umgehen.

WOZU?

Erfahren, wie Migration Demokratien beeinflussen kann

Zusammenhalt und Handlungsfähigkeit Europas haben in den vergangenen Jahren im Ringen um den Umgang mit der großen Zahl an Neueingewanderten stark gelitten. Wissenschaftler von den Universitäten Dresden und Duisburg-Essen identifizieren in dem Projekt Gemeinsamkeiten und Unterschiede, wie europäische Demokratien Migration politisch verarbeitet haben. Sie erarbeiten Lösungsstrategien, um gesellschaftliche Polarisierung einzugrenzen und einen demokratischen Umgang mit Migration zu befördern. Damit soll auch zur Versachlichung der öffentlichen Debatte beigetragen werden.

WAS?

Interdisziplinäres Projekt aus vier Forschungsgruppen

Vier Forschungsgruppen beleuchten in dem interdisziplinären Projekt unterschiedliche Facetten des Themas. Sie untersuchen unter anderem, wie Migrationsmanagement lokal funktionieren kann, welche normativen Erwartungen an Flüchtlinge gestellt werden und wie etablierte Parteien auf populistische Entwicklungen reagieren. Die Forschungsgruppen betrachten die Fragestellungen ländervergleichend und erarbeiten Berichte zu verschiedenen europäischen Staaten. Drei Forschungsgruppen sind an der Technischen Universität Dresden angesiedelt, eine an der Universität Duisburg-Essen. Die Gesamtleitung liegt bei Prof. Dr. Hans Vorländer, Direktor des Zentrums für Verfassungs- und Demokratieforschung in Dresden. Begleitet und beraten werden die Forschungsgruppen von einem Beirat, der aus nationalen und internationalen Wissenschaftlern sowie Praxisvertretern zusammengesetzt ist.

WIE?

Analyse der Probleme und Erarbeitung von Handlungsempfehlungen

Mit Publikationen und Veranstaltungsformaten werden politische Entscheidungsträger, Medienvertreter und Träger der politischen Bildungsarbeit direkt adressiert. Sie sollen in eine Diskussion der Forschungsergebnisse sowie deren Implikationen für die journalistische und (bildungs-) politische Arbeit eingebunden werden. Zu wechselnden Schwerpunktthemen erarbeiten die Forschungsgruppen eine Jahresstudie. Außerdem werden Länderberichte sowie Policy Paper und Policy Briefs publiziert.

Geschichten aus dem Projekt

Mercator Salon: Europäische Demokratien und der Populismus

Social Media-Element anzeigen (Mehr über Datenschutz und Social Media)
Mehr auf YouTube

3 Fragen an... Prof. Dr. Hans Vorländer

Social Media-Element anzeigen (Mehr über Datenschutz und Social Media)
Mehr auf YouTube

Beitrag der Stiftung

Bewilligte Summe: 3.230.000 Euro Laufzeit: 2017 - 2020

Projektpartner

Technische Universität Dresden, Universität Duisburg-Essen

Zusätzliche Infos

forum-midem.de

Aktuelles aus dem Projekt

Pressetermin des Mercator Forums Migration und Demokratie (MIDEM)

Pressekonferenz: Migration und Populismus

Berlin
Öffentliche Veranstaltung des Mercator Forums Migration und Integration

MIDEM-Lecture Series POPULISMUS: Did the "Refugee Crisis" cause the Rise of [...]

Dresden



Presseschau

WELT Online

Experte: Pegida hat Diskurs nach rechts verschoben

Forum MIDEM-Direktor Hans Vorländer: Pegida hat den Diskurs nach rechts verschoben.

Frei Presse Online

Dresdner Politikwissenschaftler: "Eine klare bundespolitische Schwächung der CSU"

MIDEM-Direktor Hans Vorlänger zur Bayern-Wahl und der Rolle von Horst Seehofer im Gespräch mit der Freien Presse.

NDR kultur

Chemnitz: "Kein ostdeutsches Problem"

Prof. Dr. Hans Vorländer, Leiter von MIDEM und Mitglied des SVR, zu "Wir sind mehr" und der Relevanz von Symbolpolitik.

ZDF heute

Eine Tragödie als politische Bühne

Oliviero Angeli vom Mercator Forum Migration und Demokratie zum Umgang von italienischen Politikern mit dem Brückeneinsturz in Genua.

tagesschau.de

Seehofer in Österreich: Eine Allianz mit Grenzen?

Sollten schon registrierte Asylbewerber in neuen "Transitzentren" zurückgewiesen werden, hätte das wohl einen Dominoeffekt auf die Länder in Richtung Süden, so Hans [...]

Deutschlandfunk Kultur

Politologe Oliviero Angeli über Einwanderung: Wer zahlt, darf rein

Angeli, MIDEM, greift die Idee des Wirtschaftsnobelpreisträger Gary S. Becker auf: Wer einen bestimmten Preis bezahlt, erhält das Recht, im Aufnahmestaat leben und [...]

MDR

Studie am Beispiel Sachsen: Wohnsitzauflage für Flüchtlinge allein bringt nichts

Die Studie von MIDEM belegt, dass die sogenannte Residenzpflicht allein nicht viel bringt, sondern von weiteren Maßnahmen ergänzt werden muss.  [...]

WELT online

Konflikte in Cottbus: "Da ist auch die einheimische Bevölkerung in der Pflicht"

Oliviero Angeli, wissenschaftlicher Koordinator von MIDEM, im Interview: Einheimische könnten Integration auch durch direkte Ansprache von Asylbewerbern im Alltag [...]

FOCUS Online

Prof. Dr. Hans Vorländer in den SVR berufen

Prof. Hans Vorländer, Inhaber des Lehrstuhls für Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Dresden und Direktor des Mercator Forums Migration und Demokratie, ist [...]