Lehrkräfte plus

Ein Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer

Ein gezieltes Qualifizierungsprogramm ermöglicht es geflüchteten Lehrerinnen und Lehrern, als Vertretungslehrkräfte im deutschen Schulwesen zu arbeiten. Schule wird so diverser, gleichzeitig erhalten Geflüchtete mehr Chancen und können ihre Potenziale besser nutzen.

WOZU?

Schule diverser gestalten, Arbeitsmarktintegration erleichtern

Im bundesdeutschen Durchschnitt haben 33 Prozent der Schüler, aber nur sechs Prozent der Lehrkräfte einen Migrationshintergrund*. Durch mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund würden Schüler unterschiedlichere Rollenbilder kennenlernen und Identifikationsfiguren unterschiedlicher Herkunft finden. Ziel ist es daher, die Bildungsinstitution Schule stärker für Vielfalt zu öffnen und diverser zu gestalten. Gleichzeitig wird die Integration in den Arbeitsmarkt von Geflüchteten mit Lehrerfahrung erleichtert.

WAS?

Qualifizierung und Beratung

Die Teilnehmenden erhalten eine umfassende theoretische und praktische Qualifizierung und Beratung, um auf diese Weise sowohl die Sprachkenntnisse zu erweitern, das deutsche Schul- und Unterrichtssystem kennen zu lernen sowie fachliche Inhalte zu vertiefen. Die Qualifizierung erfolgt mit Perspektive auf eine anschließende Tätigkeit als Vertretungslehrkraft. Alternativ werden die Teilnehmenden auch bezüglich einer Lehrtätigkeit im herkunftssprachlichen Unterricht oder eines anschließenden Studiums mit Staatsexamen beraten, mit dem sie später als reguläre Lehrkraft in den Schuldienst eintreten könnten.

WIE?

Theoretische Qualifizierung und Weiterbildung, schulpraktische Anwendung und Vertiefung

Das Qualifizierungsprogramm wird mit folgenden Modulen umgesetzt:

  • Sprachliche Qualifizierung von B1 auf das Sprachniveau C1 und Vertiefung der Fachsprache der jeweiligen Unterrichtsfächer
  • Pädagogisch-interkulturelle Qualifizierung
  • Fachliche Vertiefung

Begleitend erfolgt eine schulpraktische Phase mit Hospitationen sowie eigenen Unterrichtsstunden.

Während des gesamten Programms werden die Teilnehmenden durch Mentoren aus Universität und Schule begleitet.

Voraussetzung ist ein entsprechendes Studium im Heimatland sowie mindestens zwei Jahre schulische Lehrerfahrung und ein Sprachniveau von mindestens B1 der deutschen Sprache. Die Teilnehmer müssen zudem einen Flüchtlingsstatus mit günstiger Bleibeperspektive haben.

 

 

 

 

*„Vielfalt im Lehrerzimmer. Selbstverständnis und schulische Integration von Lehrenden mit Migrationshintergrund in Deutschland“; Georgi, Ackermann, Karakas, Waxmann Verlag

Geschichten aus dem Projekt

Statement von Dr. Susanne Farwick

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Statement Teilnehmer

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Projektmanager

 Ina Bömelburg
Ina Bömelburg
Projektmanagerin
Ina Bömelburg ist zurzeit in Elternzeit.
 Agnes Weiß
Agnes Weiß
Projektmanagerin
+49 201 24522-814
ntarf.jrvff@fgvsghat-zrepngbe.qr

Aktuelles aus dem Projekt

Veranstaltung auf Einladung der Professional School of Education an der Ruhr-Universität Bochum

Auftakt „Lehrkräfte Plus"

Ruhr-Universität Bochum
Pressemitteilung der Ruhr-Universität Bochum

Programm für geflüchtete Lehrer startet

Die Teilnehmer sind ausgewählt, jetzt geht es los: 25 geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer [...]




Presseschau

Süddeutsche Zeitung

Projekt schult geflüchtete Lehrer

Das Projekt "Lehrkräfte Plus" an der Ruhr-Universität Bochum will geflüchtete Lehrer für den Einsatz in nordrhein-westfälischen Schulen vorbereiten.  [...]

WAZ

Integration: RUB-Projekt macht geflüchtete Lehrer fit für den Schuldienst

Damit geflüchtete Lehrer in Deutschland arbeiten können, werden sie im Programm "Lehrkräfte plus" weitergebildet. Für viele ist das eine echte Chance.  [...]