Pressemitteilung
Essen, 05.01.2026

Kontinuität und Veränderung: In diesem Spannungsfeld hat die gemeinnützige Stiftung Mercator ihre Strategie überarbeitet, die sie in den kommenden fünf Jahren umsetzen wird. Zeitgleich hat Lars Grotewold mit dem Jahresbeginn seine neue Aufgabe als Vorsitzender der Geschäftsführung übernommen. Er löst Wolfgang Rohe ab, der die Essener Stiftung altersbedingt verlässt.

Die Stiftung Mercator wird sich auch künftig auf die Themen Digitalisierung, Europas Rolle in der Welt, Klima sowie Teilhabe und Zusammenhalt konzentrieren. Zugleich hat sie ihre Handlungsziele und -ansätze in den einzelnen Bereichen weiterentwickelt. So weitet der bisherige Bereich Klimaschutz seine Perspektive künftig auch auf die Anpassung an den fortschreitenden Klimawandel. Ziel ist eine integrierte, sozial ausgewogene Klimapolitik, die wirksamen Klimaschutz, den aktiven Entzug von Treibhausgasen aus der Atmosphäre und eine verbesserte Anpassungsfähigkeit an Klimafolgen miteinander verbindet. Folgerichtig hat sich der Bereich den neuen Namen Klimaresiliente Gesellschaft gegeben.

“Auch innerhalb der neuen Strategiephase werden wir unser Handeln immer dann anpassen, wenn uns das angesichts eines von Unsicherheit und Polykrisen geprägten Umfeldes erforderlich erscheint”, kündigt der neue Geschäftsführer Lars Grotewold an, der zuvor den Bereich Klimaschutz geleitet hat. Dazu sei es erforderlich, agil und risikotolerant zu sein und strukturiert und bereichsübergreifend aus den Projekten zu lernen.

Schulterschluss mit demokratischen Kräften

Im Bereich Teilhabe und Zusammenhalt haben sich die Handlungsfelder ebenfalls verschoben. So konzentriert er sich noch stärker als bisher auf sozioökonomisch benachteiligte Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und auf deren Chancengerechtigkeit etwa im Arbeits- oder Wohnungsmarkt. Um das Vertrauen in den Staat und die freiheitliche Gesellschaftsordnung zu stärken, unterstützt er demokratische Institutionen insbesondere auf kommunaler Ebene.

Der Bereich Digitalisierte Gesellschaft wiederum unterstützt Projekte zur digitalen Transformation des Staates, um dessen Handlungsfähigkeit zu verbessern, und tritt dafür ein, Demokratie-gefährdende Geschäftsmodelle von Plattformen einzugrenzen. Der Bereich arbeitet zudem daran, die Digitalpolitik aus ihrer Fachnische zu holen und stärker mit anderen Themenfeldern zu vernetzen.

Angesichts der sich rasant verändernden Weltordnung und insbesondere einer Neubestimmung des Verhältnisses zu den USA unterstützt schließlich der Bereich Europa in der Welt den Austausch zwischen Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft zur Ausprägung eines neuen europäischen Selbstverständnisses, das Stabilität im Innern kombiniert mit einer strategischen Gestaltung seiner Außenbeziehungen. Exemplarisch wird dies an der Frage des Zugangs zu kritischen Rohstoffen bearbeitet. Dabei spielen immer auch die Schwerpunktländer China und Türkei eine wichtige Rolle, in denen die Stiftung Mercator eigene Büros betreibt.

„Übergeordnetes Ziel bleibt es für uns, dem Gemeinwohl dienenden gesellschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen“, erklärt Grotewold. Das könne die Stiftung nicht allein leisten, „daher arbeiten wir im Schulterschluss mit einem breiten Netzwerk demokratischer Kräfte“.

(c) Stiftung Mercator / Peter Gwiazda
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Über Lars Grotewold
Dr. Lars Grotewold ist seit 1.1.2026 Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator. Davor hat er ab 2009 den Bereich Klimaschutz der Stiftung aufgebaut. In dieser Funktion war er verantwortlich für die strategische Weiterentwicklung des Förderportfolios und Partnernetzwerks. Er ist Mitgründer einer Reihe von Thinktanks, wie der Agora Energiewende, Agora Verkehrswende, dem Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change sowie dem Nachrichtendienst Clean Energy Wire. Zuvor war der promovierte Molekularbiologe nach Forschungsaufenthalten im In- und Ausland in der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrats tätig.

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ÜBER DIE STIFTUNG MERCATOR
Die Stiftung Mercator ist eine private, unabhängige und gemeinnützige Stiftung, die auf der Grundlage wissenschaftlicher Expertise und praktischer Projekterfahrung handelt. Seit 1996 tritt sie für eine solidarische und partizipative Gesellschaft ein. Dazu fördert und entwickelt sie Projekte, die Chancen auf Teilhabe und den Zusammenhalt in einem diverser werdenden Gemeinwesen verbessern. Die Stiftung Mercator setzt sich für ein weltoffenes, demokratisches Europa ein, eine an den Grundrechten orientierte digitale Transformation von Staat und Gesellschaft sowie einen sozial gerechten Klimaschutz. Die Stiftung Mercator engagiert sich in Deutschland, Europa und weltweit. Dem Ruhrgebiet, Heimat der Stifterfamilie und Stiftungssitz, fühlt sie sich besonders verbunden.

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