Kreativpotentiale - Senatorin Quante-Brandt und Stiftung Mercator starten Programm zur Stärkung der kulturellen Bildung

Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft und die Stiftung Mercator haben in einer Feierstunde am Donnerstag, den 5.6.2014, eine Fördervereinbarung zur Zusammenarbeit geschlossen und das innovative Programm „Kreativpotentiale Bremen“ gestartet. Die Vertragsunterzeichnung fand in der Oberschule an der Koblenzer Straße statt, wo die beteiligten Akteurinnen und Akteure von fünf Bremer Schulen einen Einblick in ihre künstlerischen Projekte gaben.

Pressemitteilung

Bremen, 05.06.2014

Für die kommenden drei Jahre sind Maßnahmen geplant, die dazu beitragen sollen, die kulturelle Bildung in Bremer Schulen stärker als bisher an Schulen zu verankern.

Der Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Winfried Kneip, erklärte zu der Initiative des Bundeslandes Bremen, die die Stiftung Mercator im Rahmen ihres Förderschwerpunkts „Kulturelle Bildung“ unterstützt:
„Kulturelle Bildung bietet viele Möglichkeiten zu einer umfassenden Bildung und Förderung aller Kinder und Jugendlichen und kann wichtige Anstöße zur Entwicklung neuer, kreativer Schulkulturen geben. Wir unterstützen daher die Bundesländer dabei, wirksame Angebote kultureller Bildung in ihren Schulsystemen zu verankern. Aus diesem Grund begrüßen wir die Initiative des Bundeslandes Bremen und freuen uns, das bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft angesiedelte Projekt ‚Kreativpotentiale Bremen‘ zu fördern.“   

Senatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt hatte nach ersten Vorgesprächen mit der Stiftung Mercator vor einem Jahr den Auftrag erteilt, über Möglichkeiten zur Stärkung der kulturellen Bildung in Bremen nachzudenken und die Qualitätsentwicklung der Bremer Schulen voranzutreiben:
 
"Wir haben in Bremen seit Jahren schon eine große Vielfalt an interessanten Kooperationen zwischen Schule und Kultur – nun nehmen wir uns vor, die Zusammenarbeit noch enger mit der Schulentwicklung zu verzahnen und ihre Qualität und Vernetzung zu fördern. Dazu gehört auch, die Akteurinnen und Akteure in Schule und Kultur gut für die anspruchsvolle kulturelle Arbeit im Kontext Schule zu qualifizieren“.
 
Ziel des Programms ist es, Qualitätsansprüche für die Aktivitäten im Bereich kultureller Bildung und kulturbezogener Schulentwicklungsvorhaben an Bremer Schulen aufzustellen und damit zu sichern, dass sie zunehmend systematisch und qualitätsorientiert stattfinden.
 
Grundlage hierfür wird die Entwicklung und Umsetzung innovativer Formate kultureller Bildung in ausgewählten Programmschulen sein.  Als profilierter und kompetenter Projektpartner wird diesen Teil die Kultureinrichtung Quartier gGmbH mitgestalten. Quartier hat hierfür bereits drei „Formatschulprojekte“ entwickelt, die im Rahmen der Feierstunde vorgestellt wurden. Quartier- Geschäftsführer Marcel Pouplier beschreibt den Ansatz so: „Wir zeigen an den ersten Formatschulen, wie ein hochwertiges Programm umgesetzt werden kann. Davon ausgehend möchten wir weitere Schulen im Lande Bremen einladen, von diesen Erfahrungen zu profitieren und beraten sie bei der Entwicklung eigener passender Formate.“ Auf diesem Weg soll im Laufe des Projekts ein wachsendes Netzwerk von Programm- und Hospitationsschulen aufgebaut werden. Außerdem sollen in Zusammenarbeit mit dem Landesinstitut für Schule Fortbildungsformate entwickelt und in das allen Bremer Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung stehende Fortbildungsprogramm aufgenommen werden.

-    Format „325-Urban style/ KunstWerkStadt“: In Kooperation mit der Oberschule an der Koblenzer Straße entwickelt Quartier gGmbH in diesem Format einen Ansatz zum ästhetischen Forschen, der den pädagogischen Fokus „Forschendes Lernen“ an der Schule ergänzt. 90 Jugendliche des siebten Jahrgangs arbeiten in sechs Werkstätten mit Künstlerinnen und Künstlern zusammen und gestalten ihr Lebensumfeld direkt mit z.B. werden in der Architekturwerkstatt Modelle zur aktiven Beteiligung und Intervention in die Stadtentwicklung erprobt.

-    Das Format „academy“ findet an der Albert – Einstein-Oberschule statt und setzt auf den Schwerpunkt Tanz, Choreografie und Bewegung, verwendet aber auch bildkünstlerische und gestalterische Ansätze (Skulptur, Mode, Design). Während des ganzen Schuljahrs setzen sich 120 Jugendliche des 8. Jahrgangs künstlerisch mit dem Thema Kommunikation auseinander. Die Werkstätten werden von professionellen Künstlerinnen und Künstlern geleitet. Zum Format gehört die Entwicklung einer Tanztheatergruppe, in der besonders talentierte und engagierte Jugendliche weiter gefördert werden.  

-    Im Format „Opera“ kooperieren die Oberschule am Waller Ring, das Schulzentrum Walle und die Allgemeine Berufsschule/ Standort Wallemit 50 Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren mit dem Theater Bremen. Sie  setzen sich mit Formen des Musiktheaters auseinander und arbeiten an der Einrichtung eines „temporären Opernhauses“ mit der Produktion „Blaubarts Burg“. Trainings- und Probenarbeit aber auch Werkstätten im Bereich Theater, Video, Bühne vermitteln intensive Einblicke in künstlerische, handwerkliche und gewerbliche Bühnenberufe.   

Zum Ende des Schuljahres sind in allen drei Formaten Aufführungen geplant:
-    Opera: am 25. Juli 2014 um 15 Uhr im Speicher XI 8 (Premiere)
-    Academy am 22.7.2014 um 19 Uhr  im Haus im Park / Bremen Osterholz
-    325-urban style am 17.7.2014 im OTE-Saal in Tenever

Kontakt:     

Renate Raschen, Referentin für ästhetische Bildung, SfBW

Quartier gGmbh, Geschäftsführer Marcel Pouplier

Pressekontakt

 Julia Heer
Julia Heer
Kommunikationsmanagerin Online
+49 201 24522-849
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