Kooperationsvereinbarung mit Kultusministerium: Stiftung Mercator unterstützt Verankerung kultureller Bildung im Schulsystem des Landes Hessen

Kultusministerin Nicola Beer und Stiftung Mercator vereinbaren Kooperation zur Stärkung der kulturellen Bildung in hessischen Schulen

Pressemitteilung

Essen/Wiesbaden, 14.10.2013

Das Kultusministerium des Landes Hessen und die Stiftung Mercator kooperieren bei der Entwicklung und Umsetzung eines Programms zur Stärkung kultureller Bildung im Schulsystem des Landes. Sie unterzeichneten jetzt eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Kulturelle Bildung wird daher an hessischen Schulen zukünftig eine noch größere Rolle spielen.

Kulturelle Bildung hat ein besonderes Potenzial, eine umfassende Bildung von jungen Menschen zu fördern. Insbesondere für die Persönlichkeitsbildung und die Gestaltung des Zusammenlebens  bietet sie einzigartige Chancen. Zudem schult das künstlerische Tun grundlegende Kompetenzen für die Schule von heute und die Arbeitswelt von morgen: Kreativität, Erfindungsreichtum, Intuition und Disziplin sind in einer Welt des Wandels und der flexiblen Strukturen Basisqualifikationen. Kultusministerin Nicola Beer schloss nun stellvertretend für das Land Hessen eine Kooperationsvereinbarung mit der Stiftung Mercator, um den Stellenwert kultureller Bildung als Teil allgemeiner schulischer Bildung zu erhöhen – und in den „Hessischen Referenzrahmen Schulqualität“ aufzunehmen. Die Stiftung Mercator und das Land Hessen investieren in das Projekt jeweils Mittel im Wert von bis zu 500.000 Euro.

Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, erklärte: „Kulturelle Bildung leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Persönlichkeitsbildung und Kompetenzentwicklung bei Kindern und Jugendlichen. Das ist unsere Überzeugung. Unser erklärtes Ziel ist es deshalb, kulturelle Bildung als gleichwertigen Teil schulischer Bildung zu verankern. Die Kooperationsvereinbarung in Hessen ist ein erster großer und wichtiger Schritt auf diesem Weg.“ Die Stiftung wird das Kultusministerium des Landes Hessen nun in den kommenden Jahren bei der systematischen und nachhaltigen Stärkung kultureller Bildung in den Bereichen Schulentwicklung, Fort- und Weiterbildung sowie Qualitätssicherung unterstützen.

„Ich freue mich sehr, wenn unsere Schulen im Rahmen ihrer zunehmenden Selbstständigkeit kulturelle Bildung als Motor ihrer Entwicklung nutzen und äußerst attraktive, individuelle Schulprofile erarbeiten, die unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich fördern. In unserem Schulgesetz ist die kulturelle Praxis als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgabe verankert. Sie ermöglicht  allen Kindern, unabhängig von sozialer Position oder dem Bildungshintergrund der Eltern, einen Zugang zu künstlerischen Ausdrucksformen und damit die Teilhabe am kulturellen Leben. Umso erfreulicher ist es, die Stiftung Mercator als einen so starken Partner gewonnen zu haben und damit die positive Entwicklung unserer Schulen noch weiter ausbauen zu können“, sagte die Hessische Kultusministerin Nicola Beer.

Kern der Kooperationsvereinbarung sind Ergänzungen zum „Hessischen Referenzrahmen Schulqualität“ sowie Fortbildungsreihen, Fachforen und Multiplikatoren-Qualifizierungen für Lehrkräfte, Koordinatoren, Schulleitungen und Fachberater an den staatlichen Schulämtern. Anknüpfend an die Erfahrungen der bereits bestehenden elf KulturSchulen in Hessen sollen zudem rund 15 weitere Schulen zu solchen ausgebaut werden. Die über das ganze Land verteilten KulturSchulen dienen dann als Referenzschulen, die ihre Erfahrungen und Konzepte an benachbarte Schulen weitergeben können und Netzwerke mit starken Kooperations- und Bildungspartnern aufbauen. Mit diesem Bündel an Maßnahmen soll die kulturelle Bildung in den kommenden Jahren als fester Bestandteil der allgemeinen Schulbildung in Hessen verankert werden.

Die Kooperation ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung des strategischen Ziels der Stiftung Mercator, kulturelle Bildung als festen Bestandteil des formellen Bildungssystems bis 2025 in allen Bundesländern zu verankern.

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Julia Heer
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