Klimaberater von Barack Obama wird Senior Fellow der Stiftung Mercator

Pressemitteilung der Stiftung Mercator

Essen, 25.01.2017

Finanzökonom John E. Morton, Senior Director for Energy and Climate Change im Weißen Haus unter US-Präsident Obama, wird ab dem 1. September 2017 im Rahmen des Mercator Fellowhip-Programms zur Finanzierung von Klimaschutzstrategien forschen.

Der Koordinator der Energie- und Klimapolitik der Obama-Regierung konnte von der Stiftung Mercator als Senior Fellow gewonnen werden. John Morton wird sich im Rahmen seines Fellowships an der HHL Leipzig Graduate School of Management der Frage widmen, wie ausreichend privates Kapital für den globalen Klimaschutz mobilisiert werden kann.

Um die in Paris vereinbarten internationalen Klimaschutzziele zu erreichen, ist ein klimakompatibler Umbau der Weltwirtschaft elementar. Eine zentrale Voraussetzung ist die ausreichende und zügige Mobilisierung von Investitionen in nachhaltige Technologien und Infrastrukturen weltweit. Öffentliche Gelder können hierzu allerdings nur einen Bruchteil beitragen, so dass in großem Umfang private Investitionen benötigt werden. Doch wie kann ausreichend Kapital von privaten Investoren, institutionellen Anlegern und Banken mobilisiert werden, um global nachhaltige Energiesysteme zu etablieren?

„Wir sind inmitten des voraussehbarsten, folgenreichsten und am schnellsten voranschreitenden ökonomischen Umwandlungsprozess seit Jahrhunderten“, sagt Morton. „Es stellt sich nun die Frage, wie private Kapitalströme in weltweite Klimaschutzprojekte beschleunigt werden können. An dieser Fragestellung werde ich mit Unterstützung der Stiftung Mercator an der HHL arbeiten.“

Mit seiner über 25jährigen Erfahrung im öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Sektor, bringt John.E. Morton eine einzigartige Sicht auf diese Fragestellung mit. Er wird sich intensiv mit den zahlreichen einschlägigen internationalen Erfahrungen auseinandersetzen und erfolgsversprechende Strategien und Maßnahmen identifizieren. Auch die deutsche Energiewende wird als positives Beispiel herangezogen, wie privates Kapital durch staatliche Anreizsysteme für einen nachhaltigen Umbau des Energiesystems mobilisiert werden kann.

Das Mercator Fellowship-Programm wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen. Herausragenden Persönlichkeiten soll der nötige Freiraum geboten werden, um explorativ forschen und arbeiten zu können. Durch ein umfangreiches Programm möchte die Stiftung Mercator dazu beitragen, neue Impulse zur Lösung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen zu entwickeln.

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