Junge Islam Konferenz erstmals in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner zwischen 17 und 23 Jahren können sich bis zum 31. Januar 2016 bewerben

Pressemitteilung

Kiel/Berlin, 07.12.2015

Die Junge Islam Konferenz (JIK) findet im Februar 2016 erstmals auch in Schleswig-Holstein statt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig übernimmt die Schirmherrschaft für das Dialogforum junger Menschen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund. Das seit 2011 auf Bundesebene existierende Dialogforum der außerschulischen politischen Bildungsarbeit wird nun für die kommenden vier Jahre im nördlichsten Bundesland eingerichtet. Die Junge Islam Konferenz – Schleswig-Holstein ist ein Projekt der forum k&b gmbh und der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein, gefördert durch die Stiftung Mercator und das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa.

Mit dem heutigen Ausschreibungsbeginn können sich junge Menschen im Alter von 17 – 23 Jahren aus Schleswig-Holstein für einen der insgesamt 40 Teilnehmerplätze der ersten JIK Schleswig-Holstein bewerben. Durch ihre Teilnahme können sie sich in die Debatte um das Zusammenleben in dem kulturell und religiös vielfältigen Bundesland einbringen. Der Ministerpräsident des Landes Torsten Albig betont: „Ich freue mich sehr, dass die Junge Islam Konferenz jetzt auch in Schleswig-Holstein ausgerichtet wird. Sie bietet unseren jungen Menschen eine Plattform, um unabhängig von Kultur und Religion aufeinander zuzugehen, ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen. Ich hoffe, dass viele Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner diese Chance nutzen werden. Denn diesen interkulturellen und interreligiösen Dialog brauchen wir derzeit dringender denn je.“

„Die Stiftung Mercator hat es sich zum Ziel gesetzt, die Bildungschancen aller jungen Menschen zu verbessern. Dazu bedarf es gemeinsamer Diskussionen über gutes Zusammenleben in unserer Einwanderungsgesellschaft. Vor diesem Hintergrund haben wir die JIK als herkunftsübergreifende Plattform für Dialog und Austausch zwischen jungen Menschen ins Leben gerufen. Wir freuen uns sehr, dass Schleswig-Holstein als drittes Bundesland die JIK ausrichtet und sind gespannt auf neue junge Impulse aus dem nördlichen Bundesland, in dem kulturelle Vielfalt schon lange gelebte Praxis ist“, erläutert Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator.

In der JIK debattieren Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende am Beispiel der Rolle von Islam und Muslimen gemeinsam über den Umgang mit Vielfalt in Schleswig-Holstein. Im Anschluss an die viertägige Konferenz richten sie ihre Empfehlungen an politische Entscheidungsträger. „Gesellschaftliche Vielfalt ist für junge Menschen eine Selbstverständlichkeit, die sie tagtäglich leben. Die Junge Islam Konferenz in Schleswig-Holstein ermöglicht den jungen Teilnehmenden – egal welcher Herkunft, ob muslimisch oder nicht-muslimisch, ob religiös oder nicht-religiös – einen gleichberechtigten Austausch auf Augenhöhe. Gemeinsam treten sie in den Dialog und diskutieren über Identität, Teilhabe und Zusammenhalt in unserem Bundesland. Wir sind sehr gespannt auf ihre Perspektiven und freuen uns auf die Konferenztage!“, so Malte Morische, Projektkoordinator der JIK Schleswig-Holstein an der Internationalen Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg.

Im Februar 2016 werden die ausgewählten Teilnehmenden an zwei Wochenenden zusammenkommen, um gemeinsam mit Experten aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen eines Vorbereitungsseminars, eines Planspiels und eines Dialogforums über das gemeinsame Leben von Muslimen und Nicht-Muslimen in Schleswig-Holstein zu diskutieren. Anschließend wählen sie Delegierte, die die Positionen und Ergebnisse der JIK Schleswig-Holstein im kommenden Jahr in die Bundeskonferenz der JIK einbringen werden. Bewerben können sich Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner zwischen 17 und 23 Jahren mit und ohne Migrationshintergrund, religiös und nicht-religiös. Die Teilnahme an der JIK ist kostenlos. Alle Ausschreibungsunterlagen gibt es auf der Homepage unter www.junge-islamkonferenz.de zum Download. Am 31. Januar 2016 endet die Bewerbungsfrist.

Für weitere Pressefragen wenden Sie sich gerne an:

Danielle Cohn | Kommunikationsmanagerin

presse@remove-this.j-i-k.de
Junge Islam Konferenz – Deutschland (JIK)
Am Festungsgraben 1 | D- 10117 Berlin
T +49 30 2887 4567-8
www.junge-islamkonferenz.de

Über die Junge Islam Konferenz – Schleswig-Holstein
Die Junge Islam Konferenz ist ein Dialogforum und Multiplikatorennetzwerk junger Menschen im Alter von 17 bis 23 Jahren. Sie ist ein Projekt der forum k&b gmbh und der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein, gefördert durch die Stiftung Mercator und das Ministerium für Justiz, Kultur und Europa. Als landesweites Forum bietet die Junge Islam Konferenz – Schleswig-Holstein religiösen und nicht-religiösen jungen Menschen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund eine Plattform für Wissensgewinn, Austausch und Teilnahme an gesellschaftlichen Debatten. Sie entsendet zudem Delegierte in die Bundeskonferenz der Jungen Islam Konferenz. Das Projekt wird durch die Forschungsgruppe JUNITED im Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Humboldt-Universität zu Berlin wissenschaftlich begleitet.

Weitere Informationen unter www.junge-islamkonferenz.de