„Jahr der kulturellen Bildung 2014“ festigt Strukturen der Kulturvermittlung

Neues Projekt soll Kulturarbeit an Schulen weiter verstetigen

Pressemitteilung

Kiel, 28.11.2014

Kurz vor Ende des „Jahres der kulturellen Bildung 2014“ haben Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk und Bildungsministerin Britta Ernst Bilanz für das Projekt gezogen. Im Rahmen einer Veranstaltung in der Kieler Gelehrtenschule wurde heute (28. November) zugleich das dreijährige Projekt „Schule trifft Kultur - Kultur trifft Schule“ vorgestellt, das ab 1. Januar 2015 im Zuge des Rahmenprogramms „Kreativpotentiale“ von der Stiftung Mercator gefördert wird. Mit ihm sollen zunächst im kommenden Jahr insgesamt 60 Künstlerinnen und Künstler sowie 60 Lehrkräfte für Fragen der kulturellen Bildung qualifiziert werden. Diese bieten dann in den Folgejahren weitere Qualifizierungen und Projekte an. Die Kulturministerin erklärte: „Das „Jahr der kulturellen Bildung 2014“ hat mit vielen Aktionen, Initiativen und Projekten Neugier, Schaffenslust und Vertrauen in die eigene Kreativität bei Jung und Alt freigesetzt. Wir wollen diesen Weg weiter gehen und starten mit diesem neuen Projekt durch. Gerade Schulen und schulnahe Kultureinrichtungen haben bei der Vermittlung kulturell-ästhetischer Bildung eine Schlüsselrolle. Hier gelingt es am besten, Kindern und Jugendlichen die Tür zur Kultur, zur kulturell-ästhetischen Bildung zu öffnen“, so Anke Spoorendonk.

Bildungsministerin Ernst betonte: „Wir schaffen damit dauerhafte Strukturen und holen die kulturelle Bildung als gleichwertigen Teil allgemeiner Bildung in die Schule. Ein gutes Beispiel dafür ist der erstmals aufgelegte Kulturpass. Alle Schülerinnen und Schüler der Kulturschulen werden diesen Pass erhalten, der ihre Aktivitäten und Erfahrungen in der kulturellen Bildung dokumentiert und Grundlage ist für ein Abschlusszertifikat. Ich hoffe auf weitere kreative Impulse durch unser neues Projekt.“

Das Projekt „Schule trifft Kultur - Kultur trifft Schule“ beginnt am 1. Januar 2015. In fünf Regionalgruppen werden je 12 Lehrkräfte und 12 Künstlerinnen und Künstler unterschiedliche Bildungs- und Kulturinstitutionen mit ihren Arbeitsweisen kennenlernen, eigene Projekte konzipieren, diese in Schulen erproben und theoretische Grundlagen erwerben. Die Qualifizierungsphase setzt sich aus verschiedenen Modulen zusammen, ist insgesamt zehntägig ausgelegt und für die Beteiligten kostenfrei. Danach folgt die praktische Vermittlungs- und Beratungsarbeit, die aus Mitteln des Projektes für Künstlerinnen und Künstler dotiert wird. Dazu sagte Kulturministerin Spoorendonk: „Ich bin der Stiftung Mercator dankbar, dass Sie sich von der großen Bereitschaft und Aufbruchsstimmung in weiten Teilen von Bildung und Kultur in unserem Lande haben überzeugen lassen. Für uns ist das „Jahr der kulturellen Bildung 2014“ eine Verpflichtung für die Zukunft, um nachhaltige Strukturen für die kulturell-ästhetische Bildung aufzubauen und zu sichern. Das gelingt nun mit einem sehr erfahrenen Projektpartner.“ Die Stiftung Mercator beteiligt sich an der Projektfinanzierung mit 500.000 Euro.

Winfried Kneip, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, erklärte zu der Initiative: „Kulturelle Bildung eröffnet Kindern und Jugendlichen neue Möglichkeiten, sich selbst und die Welt um sie herum besser zu verstehen und mitzugestalten. Sie kann Anstöße zur Entwicklung neuer, kreativer Schulkulturen geben. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass der Stellenwert kultureller Bildung als Teil allgemeiner Bildung in Schule stärker anerkannt und ihre Qualität und Wirksamkeit gesichert wird. Das wird im Projekt ‘Schule trifft Kultur – Kultur trifft Schule‘ idealtypisch umgesetzt.“

 

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 Julia Heer
Julia Heer
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