Expertin für Rechtspopulismus ist Fellow der Stiftung Mercator

Pressemitteilung der Stiftung Mercator

Essen, 18.05.2017

Prof. Dr. Beate Küpper erforscht im Rahmen des Mercator Fellowship-Programms, wie Rechtspopulismus die Arbeit von kommunalen und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen beeinflusst.

Die Sozialpsychologin und Expertin im Bereich der Vorurteils- und Konfliktforschung konnte von der Stiftung Mercator als Fellow gewonnen werden. Seit dem 1. Mai setzt sie sich in Zusammenarbeit mit Kolleg_innen des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld mit den Auswirkungen des Rechtspopulismus auf kommunaler Ebene auseinander.

Im Fokus steht die Fragestellung, vor welchen Herausforderungen kommunale und zivilgesellschaftliche Einrichtungen durch den erstarkten Rechtspopulismus stehen. Wie beeinflussen rechtspopulistische Positionen die Arbeit? Wo und wie begegnet den Beschäftigten Rechtspopulismus und wie verändert er vielleicht auch ihr Verhalten? In einem weiteren Schritt untersucht Beate Küpper, wie auf rechtspopulistische Haltungen bisher reagiert wird und welche Strategien dabei angewandt werden. Viele zivilgesellschaftliche Akteure sind unsicher, wie sie mit Rechtspopulismus umgehen sollen, der ihre Arbeit behindert. Ziel des Vorhabens ist es, gemeinsam mit den Akteuren Handlungsstrategien zu entwickeln. „Bedrohlich ist gar nicht so sehr der laute, aggressive Rechtspopulismus, der ist leicht zu enttarnen. Sorge macht mir vor allem das leise Einschleichen rechter Ideologien, die Vielfalt in der Gesellschaft und Gleichwertigkeit aller Menschen gleich welcher Herkunft, welchen Geschlechts usw. in Frage stellen“, erläutert Beate Küpper.

Als Expertin für die Themen Rechtsextremismus und Rassismus forschte Beate Küpper lange mit Prof. Dr. Andreas Zick von der Universität Bielefeld und untersuchte Haltungen und Vorurteile der deutschen Bevölkerung zu Diversität.

Das Mercator Fellowship-Programm wurde im Jahr 2013 ins Leben gerufen. Herausragenden Persönlichkeiten soll der nötige Freiraum geboten werden, um explorativ forschen und arbeiten zu können. Durch ein umfangreiches Programm möchte die Stiftung Mercator dazu beitragen, neue Impulse zur Lösung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen zu entwickeln.

Pressekontakt

 Cathrin Sengpiehl
Cathrin Sengpiehl
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