Avicenna-Studienwerk nimmt 80 Stipendiat/innen auf

Zweiter Jahrgang des muslimischen Begabtenförderungswerks

Pressemitteilung

Osnabrück, 16.11.2015

In einer feierlichen Zeremonie mit 250 Gästen in der Schlossaula der Universität Osnabrück nahm das Avicenna-Studienwerk 80 leistungsstarke und sozial engagierte muslimische Studierende und Promovierende als Stipendiat/innen auf. Staatsministerin Aydan Özoguz hält die Festrede und drückt den Stipendiat/innen ihre Glückwünsche aus.

Das Avicenna-Studienwerk ist das jüngste der dreizehn staatlich-anerkannten Begabtenförderungswerke und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und von der Stiftung Mercator gefördert.

„Das Interesse an unserem Förderprogramm ist erstaunlich hoch. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, zwei Bewerbungsphasen im Jahr einzuführen. Aus den rund 550 eingegangenen Bewerbungen haben wir uns für 80 beeindruckende Persönlichkeiten aus unterschiedlichen fachlichen Disziplinen und Standorten entschieden. Mit Stolz und Hoffnung blicken wir auf unsere Stipendiat/innen. Sie zeichnen sich nicht nur durch fachliche Exzellenz, soziales Engagement und vielseitige Interessen aus, sondern spiegeln auch die Diversität und das intellektuelle Potential unserer Gesellschaft wieder.“ Mit diesen Worten stellte der Vorsitzende des Avicenna-Studienwerks, Prof. Dr. Bülent Ucar, den zweiten Stipendiaten-Jahrgang vor.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka gratulierte den Stipendiatinnen und Stipendiaten zur Aufnahme in das Studienwerk. „Mit Ihrer Leistung und mit Ihrem Engagement sind Sie Vorbilder für andere. Diese Vorbilder sind heute wichtiger denn je und machen vielen Hoffnung“, so Wanka. Die Förderung durch das Studienwerk erkenne diese herausragenden Leistungen an und eröffne zugleich neue Möglichkeiten. Die Ministerin dankte zugleich dem Avicenna-Studienwerk für dessen wichtige Arbeit. Wanka wörtlich: „Avicenna hat die Familie der Begabtenförderwerke um eine wichtige Facette bereichert, die zugleich die Pluralität unserer Gesellschaft widerspiegelt. Hierfür danke ich allen Beteiligten sehr herzlich.“

Auch die Stiftung Mercator, die das Avicenna-Studienwerk in der Aufbauphase mit einer Million Euro unterstützt, zeigte sich erfreut über das Resultat der zweiten Bewerbungsphase: „Die neuen Stipendiaten zeigen eindrucksvoll das Talent junger Muslime für Bildung und Wissenschaft und zugleich auch ihr Engagement für das Gemeinwohl. Die Arbeit des Avicenna-Studienwerks fördert junge engagierte muslimische Persönlichkeiten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so Geschäftsführer Dr. Wolfgang Rohe.

Staatsministerin Aydan Özoguz betonte in ihrer Festrede „Avicenna ist eine der bildungspolitisch bedeutendsten Initiativen der letzten Jahre. Ich bin überzeugt davon, dass das Studienwerk dazu beitragen kann, den Diskurs in Deutschland über den Islam und das Muslimbild zu entspannen. Die Preisträger stehen für die Normalität von Muslimsein und Deutschsein.“

Avicenna-Stipendiat/innen werden sowohl finanziell als auch ideell gefördert. Studierende erhalten bis zu 670 Euro und eine Studienkostenpauschale in Höhe von 300 Euro monatlich. Promovierende bekommen 1150 Euro im Monat. Zudem erhalten Stipendiat/innen die Möglichkeit, Auslandspraktika und Auslandssemester zu absolvieren. Die ideelle Förderung umfasst neben interdisziplinär ausgerichteten Bildungsveranstaltungen in Bezug auf das jeweilige Studienfach sowie die Religion auch die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung.

Aktuell fördert das Avicenna-Studienwerk 145 Stipendiat/innen. Mit der Einführung von zwei Bewerbungsphasen im Jahr fördert das Avicenna-Studienwerk von nun an auch ab Beginn des Sommersemesters. Die Bewerbungsfristen sind der 1. April und der 1. Oktober. Für das Jahr 2016 plant das Studienwerk die Aufnahme von insgesamt 120 neuen Stipendiat/innen.

Informationen zum Stipendienprogramm und den Bewerbungsmöglichkeiten finden Sie unter: www.avicenna-studienwerk.de.

Pressekontakt:
Hakan Tosuner
Geschäftsführer
Avicenna-Studienwerk e.V.

Tel.: 0541 440 113 -04
Fax: 0541 440 113 -05

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 Cathrin Sengpiehl
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