Aufruf der Jungen Islam Konferenz an den Deutschen Bundestag zur Einrichtung einer Enquete-Kommission zum Thema „Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe“

Die Junge Islam Konferenz (JIK) ruft gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft den Deutschen Bundestag zur Einrichtung einer Enquete-Kommission zum Thema „Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe“ auf.

Pressemitteilung

Berlin, 20.01.2014

Die Junge Islam Konferenz (JIK) ruft gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft den Deutschen Bundestag zur Einrichtung einer Enquete-Kommission zum Thema „Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe“ auf. Ihre Aufgabe sollte es sein, Leitbilder für die vielfältige Einwanderungsgesellschaft und Konzepte für eine chancengleiche Teilhabe aller in Deutschland lebenden Menschen zu entwickeln.

Die JIK, ein Dialogforum und Multiplikatorennetzwerk junger Menschen mit und ohne muslimischen Migrationshintergrund, formuliert ihre gesellschaftspolitischen Erwartungen an einen integrations- und migrationspolitischen Fahrplan für Deutschland in der neuen Legislaturperiode.

„Deutschland ist eine Einwanderungsgesellschaft und muss Vielfalt daher als Chance begreifen“, sagt Esra Kücük, Leiterin der Jungen Islam Konferenz. „Die in der Mitte der Gesellschaft zunehmende Abwertung von Minderheiten und der europaweite Zulauf zu rechtspopulistischen Parteien zeigt, dass wir für das Zusammenleben und den Zusammenhalt in Deutschland richtungweisende und tragfähige gesellschaftspolitische Leitbilder benötigen. Daher rufen wir den Bundestag dazu auf, diese Leitbilder auf höchster politischer Ebene zu entwickeln.“

In der Geschichte der Bundesrepublik wurden mehr als dreißig Enquete-Kommissionen eingesetzt, allerdings widmete sich bislang keine dem Wandel Deutschlands in eine Einwanderungsgesellschaft und gelebter gesellschaftlicher Vielfalt und Teilhabe. Für die Einrichtung solch einer fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe, die langfristige und zukunftsträchtige Herausforderungen lösen soll, wird die Zustimmung eines Viertels der Mitglieder des Bundestags benötigt.

Zu den bisherigen Unterstützern gehören unter anderem:

  • Volker Beck, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Vereinte Nationen
  • Tahir Della, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland
  • Dr. Karamba Diaby, SPD
  • Dr. Jörg Dräger, Bertelsmann Stiftung
  • Dr. Naika Foroutan, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Ralf Fücks, Heinrich-Böll-Stiftung
  • Dr. Ingrid Hamm, Robert Bosch Stiftung
  • Dr. Wilhelm Krull, VolkswagenStiftung
  • Prof. Dr. Christine Langenfeld, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration
  • Shermin Langhoff, Maxim Gorki Theater
  • Klaus Lederer, DIE LINKE
  • Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Stiftung Mercator
  • Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Cem Özdemir, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Ruprecht Polenz, CDU
  • Romani Rose, Zentralrat Deutscher Sinti und Roma
  • Prof. Dr. Christoph Schmidt, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung
  • Dr. André Schmitz, Senatskanzlei Berlin
  • Swen Schulz, SPD
  • Prof. Dr. Rita Süßmuth, CDU
  • Dr. Wolfgang Thierse, SPD
  • Michael Vassiliadis, Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie Energie
  • Rüdiger Veit, SPD
  • Gabi Zimmer, GUE/NGL im Europaparlament
  • Olaf Zimmermann, Deutscher Kulturrat e.V

Den gesamten Aufruf und die vollständige Liste der Erstunterzeichner finden Sie unter www.junge-islamkonferenz.de.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an:

Marc Walenta
Pressekontakt und Projektmanager Bundes-JIK
Junge Islam Konferenz
Tel +49 (0) 30 2887 4567-6


Julia Heer
Kommunikationsmanagerin
Stiftung Mercator
Tel. +49 (0) 201 245 22 849

Pressekontakt

 Julia Heer
Julia Heer
Kommunikationsmanagerin Online
+49 201 24522-849
whyvn.urre@fgvsghat-zrepngbe.qr