2018 Förderung über 65 Mio. Euro zugesagt

Stiftung Mercator legt Jahresbericht 2018 vor

Pressemitteilung der Stiftung Mercator

Essen, 29.08.2019

Die Stiftung Mercator hat auch 2018 ihr Engagement fortgesetzt für Wissenschaft, Klimaschutz, kulturelle Bildung, Integration sowie zur Stärkung von Demokratie und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Europa und weltweit. Insgesamt konnte die Stiftung Mercator im Jahr 2018 rund 65 Mio. Euro zusagen und zahlreiche neue Partner gewinnen. Für 126 Projekte wurde eine neue Fördervereinbarung geschlossen. Realisiert werden die Förderprojekte vielfach über mehrere Jahre durch Partnergesellschaften der Stiftung, in Kooperation mit Vereinen, anderen Stiftungen, Ministerien, Hochschulen oder durch andere Träger. Ausgezahlt hat die Stiftung im Vorjahr rund 56,5 Mio. Euro. Über das Jahr förderte die Stiftung insgesamt 310 Projekte.

Einen Schwerpunkt des Stiftungsengagements stellen Förderprojekte dar, die den Bildungserfolg benachteiligter Kinder und Jugendlicher, insbesondere mit Migrationshintergrund, erhöhen. Ein wichtiges Projekt neben anderen unterstützt Schulen und Verwaltung in vier Bundesländern dabei, sich zum Umgang mit Vielfalt in Schulen zu qualifizieren und konkrete Unterrichtskonzepte zu entwickeln. In den kommenden fünf Jahren stellt die Stiftung Mercator dafür 6,8 Mio. Euro zur Verfügung. Ein weiteres bedeutendes Förderprojekt zielt auf die Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Polizei. In den kommenden fünf Jahren hat die Stiftung rund 1,8 Mio. Euro bereitgestellt, um in Kooperation mit der Deutschen Hochschule der Polizei die polizeiliche Personal- und Ausbildungspolitik zu untersuchen sowie die interkulturelle Kompetenz von Polizisten weiter zu stärken. Darüber hinaus setzt sich die Stiftung dafür ein, dass gestaltende und darstellende Kunst einen breiteren Eingang in den Unterricht und außerschulische Angebote für Kinder und Jugendliche findet. Für Bildung und Integration konnte die Stiftung 2018 insgesamt Förderzusagen im Umfang von 23,7 Mio. Euro machen.

Für einen gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Klimawandel setzt sich die Stiftung Mercator insbesondere über Tochtergesellschaften ein und stellt Mittel für eine faktenbasierte Information zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung des Dialogs zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden durch die Tochtergesellschaft Agora Verkehrswende. Für die kommenden fünf Jahre stehen rund 6,7 Mio. Euro zur Verfügung, um Grundlagen und Strategien einer kohlendioxidfreien Mobilität zu entwickeln. Für wissenschaftliche Projekte bewilligte die Stiftung insgesamt rund 20,8 Mio. Euro.

In immer mehr europäischen Staaten ist die Rechtsstaatlichkeit bedroht, werden demokratische Institutionen ausgehöhlt und in Frage gestellt. Daher hat sich die Stiftung Mercator die Stärkung von Zivilgesellschaft und Demokratie zum Ziel gesetzt. So wird die Stiftung den Aufbau eines europäischen Netzwerks mit 3,8 Mio. Euro fördern, in dem sich Rechtswissenschaftler und -Praktiker über Fragen der europäischen Verfassungen und der Zusammenarbeit in der EU befassen. Die Stiftung kooperierte 2018 mit 95 internationalen Partnern und setzte Projekte in 57 Ländern um. Schwerpunkte des internationalen Engagements sind die Türkei und China, wo die Stiftung auch vor Ort vertreten ist. 2018 förderte die Stiftung darüber hinaus wissenschaftliche Arbeiten, die Ansätze für eine humane, wirtschaftlich tragbare und gesellschaftlich akzeptierte Migrationspolitik aufzeigten. Insgesamt konnte die Stiftung 2018 rund 18,5 Mio. Euro im Bereich der Internationalen Verständigung zusagen.

Die Stiftung Mercator ist im Ruhrgebiet ansässig und fühlt sich dieser Region in besonderer Weise verbunden. Vor diesem Hintergrund hat die Stiftung zum Beispiel für die kommenden sechs Jahre erneut 800.000 Euro für junge Erwachsene aus sozial schwachen Familien zur Verfügung gestellt, um ihnen ein Praktikum im europäischen Ausland zu ermöglichen. Insgesamt konzentriert die Stiftung 6,6 Mio. Euro auf Projekte, die primär den Menschen im Ruhrgebiet zugutekommen.

Pressekontakt

 Jochen Heimberg
Jochen Heimberg
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