Künstliche Intelligenz prägt den öffentlichen Diskurs, wird in den Medien aber häufig zwischen Heilsversprechen und Untergangsszenarien erzählt. Dabei beeinflusst, wie Journalist*innen über KI berichten, maßgeblich, wie Gesellschaft und Politik diese Technologie einordnen.
Das Projekt untersucht die strukturellen Bedingungen, unter denen KI-Berichterstattung in Redaktionen entsteht. Im Fokus stehen redaktionelle Routinen, Rollenverteilungen, Ressortgrenzen, Entscheidungsprozesse und Ressourcenfragen. Ziel ist es zu verstehen, warum differenzierte Berichterstattung oft scheitert, obwohl Wissen und Expertise vorhanden sind. Interne Digitalisierungsprozesse werden dabei als Kontextfaktoren einbezogen.
Auf Basis von Studienanalysen und Interviews mit Journalist*innen sowie Redaktionsleitungen will das Projekt aufzeigen, welche Voraussetzungen nötig sind, um KI fundierter, alltagsnäher und verantwortlicher journalistisch einzuordnen.
Gastgebende Institution ist das Leibnitz Institut für Medienforschung/ Hans-Bredow Institut.
Svea Eckert ist freie Tech-Journalistin und Autorin. Ihr Schwerpunkt liegt auf Digitalisierung, Datenschutz, IT-Sicherheit und Künstlicher Intelligenz. Sie arbeitet vor allem für den NDR, die Tagesschau, Tagesthemen sowie die ARD-Story im Ersten.
Ihre Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Journalistenpreis, dem Helmut-Schmidt-Preis und dem Preis für Surveillance Studies. Sie moderiert verschiedene Technologie- und Transformationspodcasts und tritt regelmäßig als Expertin in ARD-Formaten auf. Zudem spricht sie auf internationalen Technologie- und Zukunftskonferenzen.