Copyright: Johanna Wittig.

Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider

Zeitraum des Fellowships

Oktober 2026 - März 2027

Projekttitel

Innovationsoffenheit und Innovationsverantwortung von (Digital-)Recht und Gesellschaft

Beschreibung des Projektes

Recht spielt bei der Entstehung von Innovation eine nicht zu unterschätzende Rolle. Es kann Innovation ebenso begünstigen wie hindern. Innovationsprozesse können in ihren Auswirkungen zwar nicht vollständig geplant, gesteuert und kontrolliert werden. Gleichwohl existieren Möglichkeiten, Innovationsprozesse zu kanalisieren, sowohl im Hinblick auf die Entstehung und Entwicklung als auch hinsichtlich möglicher Folgewirkungen. Recht als Spiegel der Gesellschaft hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen für gesellschaftlich erwünschte Innovation zu setzen, d.h. einerseits einen innovationsförderlichen Rahmen zu gestalten, der aber andererseits gesellschaftlich unerwünschter Innovation klare Grenzen setzt. Im Rahmen des Fellowships wird die Frage untersucht, wie sich (Digital)Recht so gestalten und anwenden lässt, dass Innovationen gefördert, gleichzeitig aber Innovationsverantwortung sichergestellt und damit den Zielwerten unserer Gesellschaft entsprochen wird. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine mögliche Rolle agiler Gesetzgebungsprozesse und Instrumentarien zur verantwortungsvollen Innovationsförderung gelegt.

Kurzbiografie

Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider war von September 2024 bis September 2026 die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI). Zuvor war sie Professorin für Bürgerliches Recht, Recht der Datenwirtschaft, des Datenschutzes, der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz sowie Direktorin des Zentrums für Medizinische Datennutzbarkeit und Translation (ZMDT). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen insbesondere in Fragen von Innovation und Recht sowie im Datenschutz-, Daten- und Digitalrecht.