Die Reform der globalen Finanzarchitektur gehört zu den zentralen Herausforderungen internationaler Entwicklungszusammenarbeit. Während Länder des Globalen Nordens neue Partnerschaften in Afrika, Asien und Lateinamerika anstreben, bleiben die Perspektiven des Globalen Südens in Reformprozessen zur Entwicklungsfinanzierung häufig unterrepräsentiert. Dies erschwert den Aufbau gerechter und tragfähiger internationaler Kooperationen.
Das Projekt untersucht aktuelle Reformprozesse der Entwicklungsfinanzierung und entwickelt einen ausgewogenen Rahmen, der die Prioritäten des Globalen Südens in den Mittelpunkt stellt und zugleich die politischen und institutionellen Rahmenbedingungen des Globalen Nordens berücksichtigt. Im Fokus stehen wissenschaftliche Erkenntnisse, die Perspektiven von Praktiker*innen aus dem Globalen Süden sowie die Analyse neuer politischer Reformvorschläge.
Durch die Auseinandersetzung mit multilateralen politischen Foren und den Austausch zwischen unterschiedlichen Akteur*innen soll das Projekt dazu beitragen, gemeinsame Ansätze für eine gerechtere, inklusivere und zukunftsfähige Entwicklungsfinanzierung zu entwickeln und den Dialog zwischen Globalem Norden und Globalem Süden zu stärken.
Andrea Ordóñez ist erfahrene Think-Tank-Leiterin und Strategin im Bereich globale Entwicklung. Als Mitgründerin und erste Geschäftsführerin von Southern Voice baute sie erfolgreich eines der führenden Netzwerke von mehr als 70 Think Tanks in Afrika, Asien und Lateinamerika auf. Im Projekt beschäftigt sie sich mit der Zukunft der Entwicklungsfinanzierung und den Reformen der globalen Finanzarchitektur. Ihr Fokus liegt darauf, die Perspektiven des Globalen Südens stärker in internationale Reformprozesse einzubringen und den Dialog zwischen Akteur*innen aus dem Globalen Norden und Süden zu fördern. Dabei verbindet sie wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungen aus der Praxis, analysiert aktuelle politische Reformvorschläge und setzt sich mit multilateralen politischen Foren auseinander. Ziel ihrer Arbeit ist es, gerechtere Formen der internationalen Zusammenarbeit zu fördern und neue überregionale Allianzen für eine zukunftsfähige Entwicklungsfinanzierung zu stärken.
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