Stiftung Mercator

Sprache durch Kunst

(c) Museum Folkwang, 2011
(c) Museum Folkwang, 2011

Die Stiftung Mercator setzt sich dafür ein, dass alle Schüler in Deutschland die gleichen Möglichkeiten zur Teilhabe an Bildung und Kultur haben. Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist, die deutsche Sprache gut zu beherrschen. Seit vielen Jahren investiert die Stiftung Mercator daher in die Sprachförderung von Menschen mit Migrationshintergrund. Das Projekt Sprache durch Kunst erweitert die bisherigen Aktivitäten um eine wichtige Perspektive: Sprache auch außerhalb von Schule spielerisch und kreativ über die Künste zu fördern.

Aufbau und Organisation

Sprache durch Kunst ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Museum Folkwang und der Universität Duisburg-Essen (DaZ/DaF), gefördert durch die Stiftung Mercator. Schüler mit Migrationshintergrund erweitern ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit über eine aktive künstlerisch-ästhetische Auseinandersetzung im Museum und in den Schulen. Zugleich sichert ein gemeinsames Qualifizierungsprogramm für Kulturvermittler und Sprachdidaktiker sowie die Ausbildung von angehenden Lehrern an der Universität Duisburg-Essen die Entwicklung kultureller Bildung in Schulen.

Kunst bietet ganz konkrete Anlässe, sich auf intensive Weise mit Gegenständen und Erlebtem – zum Beispiel Gemälden – auseinanderzusetzen. Man kann das Gesehene mit dem eigenen Körper nachstellen oder den Eindruck, den ein Bild macht, selbst nachzeichnen. Das erleichtert, Aussagen zu machen, die man möglicherweise sprachlich noch nicht äußern kann. Das Projekt bietet die Chance, sich spielerisch Sprache anzunähern: Ängste werden abgebaut – Motivation wird aufgebaut. Gleichzeitig lernen Schüler aber auch wichtige Kunstwerke und Kulturinstitutionen – wie ein Museum – kennen. Das führt dazu, dass sie sowohl etwaige Barrieren gegenüber der deutschen Sprache als auch gegenüber Kunst abbauen.

Ziele

Das Projekt fördert die Erweiterung der deutschen Sprache durch künstlerische Methoden und ermöglicht den Zugang zu kultureller Bildung im Medium von Sprache. Damit wirkt es gleichzeitig in zwei Richtungen: Bildungsabschlüsse von Schülern sollen durch Sprachförderung verbessert werden und kulturelle Bildung im Bildungssystem durch die Ausbildung von Lehrern integriert. So werden die Themencluster Kulturelle Bildung und Integration der Stiftung Mercator in einem Projekt idealtypisch verbunden.