Stiftung Mercator

Rat für Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung trägt wesentlich zur Entwicklung einer starken Persönlichkeit bei. Sie ist als Allgemeinbildung im Medium der Künste besonders geeignet, Kreativität und Innovationskompetenz zu fördern und dadurch junge Menschen auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Die Stiftung Mercator setzt sich deshalb dafür ein, allen Kindern und Jugendlichen einen verlässlichen Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen und legt daher einen Schwerpunkt darauf, kulturelle Bildung in der Schule zu verankern.

Die Stiftung Mercator ist davon überzeugt, dass Angebote kultureller Bildung nur dann diese Wirkungen entfalten können, wenn sie systematisch verankert und qualitativ hochwertig sind. Nicht immer ist diese Qualität gewährleistet und der Stellenwert kultureller Bildung entsprechend hoch. Um diese Debatte sachlich zu führen und entsprechende Entwicklungen anzustoßen, braucht es Sachverständige mit einer fundierten Expertise in den Bereichen Bildung, Kultur und Kunst.

Rechte: Stiftung Mercator

Aufbau und Organisation

Aus diesem Grund hat ein von der Stiftung Mercator initiierter Stiftungsverbund den Rat für Kulturelle Bildung ins Leben gerufen. Der Initiative gehören an: die Altana Kulturstiftung gemeinnützige GmbH, die Bertelsmann Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung, die PwC-Stiftung, die Siemens Stiftung, die Stiftung Mercator und die Vodafone Stiftung. Die zentrale Aufgabe des Rates besteht darin, die aktuelle Situation der kulturellen Bildung im politischen wie auch im bildungstheoretischen und bildungspraktischen Raum in Deutschland zu analysieren und zu bewerten. Zu diesem Zweck gibt er Studien, Expertisen und Forschungsprojekte in Auftrag und fasst die Ergebnisse in seinem jährlich erscheinenden Gutachten zusammen. Dem Rat werden bis zu 14 Vertreter aus Wissenschaft, Kunst und Kultur angehören.

Ziele

Im politischen und wissenschaftlichen Diskurs über Kulturelle Bildung fehlt bisher ein unabhängiges Gremium, das die Lage und Qualität Kultureller Bildung umfassend beobachten und bewerten kann, um daraus Konsequenzen und Handlungsempfehlungen für die Praxis abzuleiten.

Die Stiftung Mercator will zusammen mit den anderen beteiligten Stiftungen die Fachexpertise zu kultureller Bildung im Rat für Kulturelle Bildung als ein gemeinsam getragenes, aber unabhängiges, wissenschaftliches Beobachtungs-, Bewertungs- und Beratungsgremium bündeln. 

Der Rat für Kulturelle Bildung begutachtet kontinuierlich die Entwicklung kultureller Bildung in Deutschland und zeigt mögliche Entwicklungen auf. Er regt die Urteilsbildung bei allen für kulturelle Bildung Verantwortlichen – auch in der Öffentlichkeit – an, klärt über Ursachen für Fehlentwicklungen auf und erarbeitet praxisorientierte Handlungsempfehlungen, um die alltägliche Bildungspraxis zu verbessern.