Stiftung Mercator

Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation (SRREN)

In einem Sonderbericht zeigt der Weltklimarat IPCC, wie erneuerbare Energiequellen zur künftigen Energieversorgung und zur Vermeidung des Klimawandels beitragen können. Der als umfassende Bestandsaufnahme des aktuell verfügbaren Wissens angelegte „Special Report on Renewable Energy Sources and Climate Change Mitigation“ (SRREN) wurde am 16. Mai 2011 an der Technischen Universität Berlin vorgestellt.

Aufbau und Organisation

Für den Bericht hat ein Team internationaler Experten über 160 wissenschaftliche Szenarien der künftigen Energieversorgung ausgewertet. Einige dieser Entwicklungspfade führen zu einem globalen Erneuerbaren-Beitrag von fast 80 Prozent in der Mitte des Jahrhunderts. Bei mehr als der Hälfte der Szenarien lag der Anteil im Jahr 2050 unter 30 Prozent.

Die IPCC-Arbeitsgruppe „Vermeidung des Klimawandels“, die für den SRREN verantwortlich ist, wird seit  2008 von Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, als Co-Chair geleitet. Für den aktuellen Bericht haben rund 120 Wissenschaftler aus aller Welt die Fachliteratur zu sechs erneuerbaren Energiequellen systematisch ausgewertet: Bioenergie, Solarenergie, Erdwärme, Wasserkraft, Meeresenergie und Windenergie.

Die Zusammenfassung für politische Entscheider, eine Kurzfassung des etwa 1000 Seiten umfassenden Berichts wurde in der vergangenen Woche nach der Zustimmung durch die Mitgliedsstaaten des IPCC in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten veröffentlicht. Die Ergebnisse des Berichtes werden auch in den Fünften Sachstandsbericht des Weltklimarats einfließen, der 2014 erscheinen soll.

Ziele

Die Stiftung Mercator hat die Präsentation des IPCC-Sonderberichts zu erneuerbaren Energien unterstützt, weil sie sich in ihrem Themencluster Klimawandel für ambitionierte Treibhausgas-Reduktionsziele einsetzt. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein Schlüsselfaktor für das Erreichen dieser Ziele. Hier haben Stiftungen ein großes Wirkungspotenzial.

Projektpartner:
Technische Universität Berlin
Laufzeit: 2011
Bewilligte Summe: 50.000,00 Euro