Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC)

Angesichts des globalen Wirtschaftswachstums steigt der weltweite Ressourcenverbrauch und es entstehen neue Knappheiten. So füllt sich nicht nur der Deponieraum Atmosphäre mit Treibhausgasen, auch die Nahrungsmittelpreise steigen und der internationale Urbanisierungstrend erhöht den Druck auf Landflächen. Zur Sicherung des Wohlstands und der Reduktion von Armut im 21. Jahrhundert ist ein technischer, sozialer und politischer Wandel in der Nutzung globaler Gemeinschaftsgüter erforderlich. Für eine demokratische Gestaltung solcher Transformationen zu mehr Nachhaltigkeit sind Politik und Gesellschaft auf eine verlässliche Informationsgrundlage seitens der Wissenschaft angewiesen. Mit dem Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) wird zusammengebracht, was zusammengehört: Fragen zu Zukunft und nachhaltiger Entwicklung mit Fragen zu Wachstum und Wohlstand.Das MCC ist eine gemeinsame Gründung der Stiftung Mercator und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).
Aufbau und Organisation
Am MCC arbeiten vier Forschungsgruppen zu folgenden sich ergänzenden Themenbereichen:
- Wirtschaftswachstum
- Urbanisierung, Infrastruktur und Transport
- Ressourcen und Internationaler Handel
- Governance
Diese werden von Nachwuchswissenschaftlern geleitet, die in einem internationalen Auswahlprozess identifiziert wurden. Neben den Forschungsgruppen gibt es eine Assessment- und Politikberatungsgruppe, die die Ergebnisse der vier Forschungsgruppen zusammenführt und für die Politikberatung aufarbeitet. Direktor des MCC ist Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin, einer der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates IPCC und stellvertretender Direktor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
Ziel
Angesichts des globalen Wirtschaftswachstums steigt der weltweite Ressourcenverbrauch und es entstehen neue Knappheiten. Das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change hat das Ziel, in einem gesellschaftlichen Lernprozess ‚Landkarten des Wissens’ über konsistente und gangbare Optionen für nachhaltiges Wirtschaftswachstum bei sinkenden Treibhausgasemissionen und sinkendem Ressourcenverbrauch zu erstellen. Erarbeitet werden interdisziplinäre Forschungsbeiträge zu Fragen des nachhaltigen Wachstums in einer naturräumlich begrenzten Welt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermeidung gefährlichen Klimawandels. Die Forschungsbeiträge werden als „Assessment Reports“ für politische Entscheidungsträger aufgearbeitet.
