Stiftung Mercator

THE GREAT TRANSFORMATION

Rückblick auf die internationale Konferenz im Juni 2009 in Essen

Globale Klimaveränderungen beeinflussen nicht nur einen Ausschnitt unseres Lebens, sondern stellen mit ihren sozialen, kulturellen, ökonomischen und psychologischen Folgen einen Epochenwandel dar. Dieser betrifft viele Ebenen der Weltgesellschaft – Märkte und Mentalitäten, globale Kooperationen und demokratische Teilhabe. Drei führende deutsche Forschungseinrichtungen (das Kulturwissenschaftliche Institut Essen, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie) haben sich mit Unterstützung der Stiftung Mercator im Juni 2009 zusammengefunden, um sich dieser Komplexität mit einer dreitägigen interdisziplinären Konferenz zu nähern: „THE GREAT TRANSFORMATION – Climate Change as Cultural Change“ (Essen, 8. bis 10. Juni 2009). Die Veranstaltung verstand sich als wichtige Etappe im Vorfeld der Kopenhagener Klimaverhandlungen.

Aufbau und Organisation

Führende Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft haben sich mit vier Themenkomplexen befasst: Ökonomie des Klimawandels, weltweites Regieren, kognitive Dissonanzen (Warum tun wir nicht, was wir wissen?) und politische Partizipation. Die vier Themenfelder umreißen die Tiefe und Reichweite des politisch-kulturellen Wandels der Weltgesellschaft – es geht um nicht weniger als neue Marktordnungen, neue Formen globalen Regierens, um einen tiefgreifenden Bewusstseinswandel und eine neue Kultur der Teilhabe.

Referenten waren u. a. Lord Anthony Giddens, ehemaliger Direktor der London School of Economics (LSE), Prof. Dr. Klaus Töpfer, stellvertretender Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), John Podesta, Präsident und CEO des Center for American Progress, USA, Prof. Dr. Thomas Homer-Dixon, University of Waterloo, Kanada, William Antholis, Geschäftsführer der Brookings Institution, USA, Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber (CBE), Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, stellv. Direktor des PIK, Co-Chair der Working Group III des IPCC.

Ziel

Ziel der Konferenz war es, erstmals Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen mit internationalen Vertretern aus Politik und Wirtschaft zusammenzubringen, die über die Tiefe und Reichweite des politisch-kulturellen Wandels der Weltgesellschaft, den der Klimawandel mit sich bringt, diskutierten.

Projektpartner:
Kulturwissenschaftliches Institut Essen
Laufzeit: 2009
Bewilligte Summe: 140.000 Euro
Website: www.greattransformation.eu