Stiftung Mercator

Schulen im Team


Netzwerke bilden – das ist die Idee und Aufforderung im Projekt „Schulen im Team“, das auf die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht zielt. Das Modell von „Schulen im Team“ hat seit dem Start 2007 in seiner ersten Phase „Schulen im Team – Unterricht gemeinsam entwickeln“ mit zehn Netzwerken und 40 Schulen in Duisburg und Essen Erfolgsgeschichte geschrieben: Wenn Schulen in lokalen Netzwerken zusammenarbeiten, um von- und miteinander zu lernen und gemeinsam Unterrichtsentwicklung zu gestalten, lernen Schüler mehr. Wenn die Netzwerke von ihrem jeweiligen Schulträger begleitet und in der kommunalen Bildungslandschaft verankert werden, steht das Modell auf einem besonders tragfähigen Fundament – so die Erfahrungen aus der Projekterweiterung im Jahr 2009 mit 35 Schulen in acht Netzwerken in Dortmund.

In einer dritten Projektrunde werden nun bessere Bildungsentscheidungen Thema von neuen „Schulen im Team“-Netzwerken, die „Übergänge gemeinsam gestalten“. Im ersten Halbjahr 2011 werden acht Kommunen in Nordrhein-Westfalen ausgewählt, die eine sozial gerechte Gestaltung von Schule zu einem kommunalen Entwicklungsgegenstand machen und insbesondere die Übergangspraxis von der Grund- zur Sekundarstufe I in ihren Schulen verändern möchten. Mehr als 24 Netzwerke und rund 100 Schulen bereichern damit das Gesamtvorhaben „Schulen im Team“.

Aufbau und Organisation

Schulträger und andere Bildungsakteure der Kommunen sowie Schulleitungen und Lehrer sollen gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich für sozial gerechte Bildungsentscheidungen stark machen. Regionale Bildungsbüros initiieren und moderieren dazu im Projekt „Schulen im Team – Übergänge gemeinsam gestalten“ Schul-Netzwerke. Die Zusammenarbeit von abgebenden wie aufnehmenden Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft gestaltet sich als ein von- und miteinander Lernen. Wo bereits gute Beispiele und ausbaufähige Ansätze für eine gelingende Übergangspraxis zu finden sind, profitieren alle im Netzwerk von den Erfahrungen einzelner Schulen. Darüber hinaus machen sich die Netzwerkschulen gemeinsam auf den Weg, neue Ansätze und Konzepte zu entwickeln und zu erproben. Veranstaltungen zum Austausch und zur Impulsaufnahme begleiten die Netzwerkarbeit. Fortbildungen und Fachberatung sichern die Qualität der Arbeitsvorhaben der Netzwerke. Die Ergebnisse werden auf allen Ebenen dokumentiert und für alle Akteure verfügbar gemacht.

Das Projekt wird vom Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) an der TU Dortmund durchgeführt und von einem Konsortium wissenschaftlich begleitet. Kooperationspartner ist das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, das sich auch in der neuen Projektrunde von „Schulen im Team“ beteiligt.

Ziele

Integration bedeutet für die Stiftung Mercator, dass alle Menschen die gleiche Chance haben, an zentralen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens teilzuhaben. Bildung ist dabei der zentrale Hebel, um eine möglichst chancengleiche Partizipation für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu erzielen. „Schulen im Team – Übergänge gemeinsam gestalten“ will bessere Bildungsentscheidungen für jedes einzelne Kind erreichen und ist damit ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Projektpartner:
Institut für Schulentwicklungsforschung an der TU Dortmund
Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW
Stadt Dortmund, FB Schule
Laufzeit: 2007-2015
Bewilligte Summe: 3.568.500 Euro

Website: www.schulen-im-team.de

Mehr Infos zum Projekt gibt es hier:

Imagefilm Schulen im Team
Magazin 51° 3/2010 "Eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft"

Mehr über die Dortmunder Netzwerke erfahren Sie im aktuellen Projektflyer:

Flyer der Dortmunder Netzwerke