Pathways to Success

- Universität Osnabrück
Die öffentliche Debatte um die deutsche Einwanderungsgesellschaft ist zumeist von sogenannten Migrationsverlierern bestimmt. Der Blick auf die immer größer werdende Gruppe der Migrationsgewinner und deren Ursachen wird hingegen vernachlässigt. Gerade die zweite Generation der Kinder der Gastarbeiter befindet sich auf einem steilen Weg nach oben. An ihrem Beispiel können wichtige Fragen gestellt und Erfahrungen gewonnen werden: Welche Faktoren sind für erfolgreiche Bildungs- und Berufskarrieren ausschlaggebend? Wo wurden Chancen eröffnet und welche Bedingungen führen zum Erfolg oder verhindern diesen? Um diese Fragen zu beantworten, fördert die Stiftung Mercator an der Universität Osnabrück das Forschungsprojekt „Pathways to Success: Erfolgreiche Einwandererkinder und ihre Aufstiegskarrieren im urbanen und internationalen Vergleich“.
Aufbau und Organisation
Das Forschungsvorhaben analysiert im großstädtischen Vergleich des Ruhrgebiets mit den Regionen Frankfurt am Main und Berlin die Faktoren und Bedingungen für Aufstiegskarrieren von jetzt 21 bis 38-Jährigen am Beispiel erfolgreicher türkischer Einwanderer in der zweiten Generation. Der Zugang zu höherer Bildung wird dabei im Vordergrund stehen. Das Projekt ist in einen europäischen Forschungsverbund (Pathways – ELITES) eingebettet, der ähnliche Fragestellungen in verschiedenen Städten u.a. in den Niederlanden, Frankreich und der Schweiz verfolgt.
Ziele
Ziel des Projekts ist es, die zentralen Erfolgsfaktoren und Rahmenbedingungen für den Bildungs- und Karriereerfolg zu identifizieren und für entsprechend angepasste Integrationspolitiken und Fördermaßnahmen zu werben. Die Analyse der auschlaggebenden Faktoren vielfältiger Karrieren soll so dazu beitragen, eine chancengleiche Teilhabe an Bildung und gesellschaftlichen Leben für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu ermöglichen. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt.
