Stiftung Mercator

2. Internationales Integrationssymposium

Chancen schaffen – Integration, Arbeit und soziale Mobilität

In allen OECD-Ländern öffnet sich seit Beginn der 1990er Jahre die Schere der Einkommens- und Vermögensverteilung. Diese Entwicklung stellt eine der großen Zukunftsherausforderungen moderner Gesellschaften dar. Individuelle Aufstiegschancen zu schaffen, die eine aktive, gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen, ist vordringliche Aufgabe von Politik und Zivilgesellschaft, gerade mit Blick auf die Integration von Migrantinnen und Migranten. Das 2. Internationale Integrationssymposium trug deshalb den Titel „Chancen schaffen – Integration, Arbeit und soziale Mobilität: Europäische Erfahrungen und Gestaltungsperspektiven“.

Aufbau und Organisation

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die Stiftung Mercator und die Vodafone Stiftung Deutschland veranstalteten das Symposium am 26. Januar 2009 gemeinsam im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin.

Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nahmen eine Bestandsaufnahme der europäischen Arbeitsmarktintegration – vor allem in Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund – vor und diskutierten über Bedingungen sozialer Mobilität. Nach einem Einführungsvortrag des Soziologen Prof. Dr. Heinz Bude und der wissenschaftlichen Bestandsaufnahme am Vormittag folgten am Nachmittag Vorträge der Bundeskanzlerin der Bundesrepublik, Dr. Angela Merkel, und der Staatsministerin und Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer.

Zusätzlich wurden einzelne Handlungsfelder und Projekte anhand von Good Practices in den Blick genommen. Stiftungen als Vordenker in diesen Bereichen haben dabei ihre Erfahrungen eingebracht und erörtert, wie Good Practices das bestehende Portfolio beschäftigungsfördernder Maßnahmen eines Landes ergänzen und verbessern können.

Ziele

Ziel des Symposiums war es, Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum Thema „Integration in den Arbeitsmarkt“ zusammenzubringen. Das Symposium bildete die aktuelle Debatte über die Integration jugendlicher Migranten in den Arbeitsmarkt aus der Perspektive von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft im internationalen Rahmen ab. In den Vorträgen und Podiumsdiskussionen wurden davon ausgehend Bereiche identifiziert, in denen der größte Handlungsbedarf besteht. Zusätzlich bot sich den internationalen Teilnehmern die Gelegenheit zur Vernetzung und dem Bericht über ihre Arbeit.