Graduiertenkolleg Islamische Theologie
Wissenschaft und Politik sprechen sich zunehmend für eine Institutionalisierung Islamischer Theologie in Deutschland aus, um eine angemessene Repräsentation von Muslimen in Schule und Hochschule zu gewährleisten. Um wissenschaftlichen Nachwuchs in diesem Bereich auszubilden, hat die Stiftung Mercator gemeinsam mit sieben Universitäten ein Graduiertenkolleg für Islamische Theologie gegründet.
Aufbau und Organisation
Das Graduiertenkolleg ist standortübergreifend an den Universitäten Münster, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt, Hamburg, Osnabrück, Paderborn und Tübingen eingerichtet. Sieben Doktoranden promovieren seit Herbst 2011 an einem der Standorte und nehmen am übergreifenden Studienprogramm des Kollegs teil, das auch renommierte Gastwissenschaftler aus dem Ausland integriert. Bis zu 8 weitere Doktorandenstellen sind Mitte März 2012 ausgeschrieben worden; diese zweite Gruppe wird im Herbst 2012 in das Kolleg aufgenommen. Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem Koranexegese, Islamisches Recht, Geschichte des Islam, Islamische Philosophie und Religionspädagogik. Die Koordination des Kollegs übernimmt die Universität Münster.
Ziele
Ziel des Graduiertenkollegs ist es, wissenschaftlichen Nachwuchs vor allem für die mit Unterstützung des Bundes und der Sitzländer zu etablierenden Zentren für Islamische Studien auszubilden. Damit soll dem Mangel an in Deutschland ausgebildeten Nachwuchswissenschaftlern in der Islamischen Theologie entgegen gewirkt werden. Mittelfristig soll das Kolleg zu einer angemessenen Repräsentation von Muslimen in Wissenschaft, Schule und Öffentlichkeit beitragen. Es schafft zudem die Voraussetzungen für die Ausbildung von Religionslehrern für islamischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen und für die Ausbildung von Imamen an Universitäten in Deutschland.


