Stiftung Mercator

Bildungsübergänge gestalten

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Die Entstehung sozialer Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem wird in hohem Maße mit der Problematik der Bildungsübergänge in Verbindung gebracht: Übergänge gelten als Gelenkstellen im Bildungssystem und haben insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland eine hohe Bedeutung für die Bildungsverläufe von Kindern und Jugendlichen. Vor diesem Hintergrund liegt in der Gestaltung von inhaltlich und methodisch ineinandergreifenden Lehr-Lern-Arrangements in kooperierenden Bildungsinstitutionen eine besondere Aufgabe für das gesamte Bildungssystem. Im Fokus stehen beispielsweise inhaltlich und methodisch aufeinander aufbauende Lernwelten, eine anschlussfähige Diagnostik und fachliche Förderung des einzelnen Schülers über die einzelnen Institutionen hinweg sowie eine durchgängige Information und Zusammenarbeit mit den Eltern. Ziel reformorientierten Handelns im Bereich der Bildungsübergänge ist es, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein kontinuierliches und anschlussfähiges Lernen auf ihren Bildungswegen durch Kindergarten, Schule und Hochschule zu ermöglichen und sie somit zu einem möglichst hohen Bildungsabschluss zu begleiten.

Organisation und Aufbau

Im Rahmen der geplanten 1,5-tägigen Expertenkonferenz „Bildungsübergänge gestalten“ soll gemeinsam mit Wissenschaftlern und Bildungspraktikern darüber diskutiert werden, wie ein solches kontinuierliches und anschlussfähiges Lernen ermöglicht werden kann. Dabei soll auch eine sozialräumliche Perspektive aufgegriffen und insbesondere die Potenziale einer systemischen Begleitung von Bildungsbiografien diskutiert werden. In Plenumsveranstaltungen und Arbeitsgruppen werden dabei verschiedene Übergänge im Verlauf der Bildungskette in den Blick genommen und die jeweils besonderen Herausforderungen analysiert und diskutiert. Neben dem Übergang vom Kindergarten in die Grundschule und von der Grundschule in die weiterführende Schule werden dabei u.a. auch der Übergang in die berufliche Bildung und die Hochschule thematisiert. Die Ergebnisse werden im Anschluss an die Konferenz in einem Tagungsband publiziert.

Ziele

Ziele der Expertenkonferenz „Bildungsübergänge gestalten“ sind die Schaffung eines Überblicks über den derzeitigen „state of the art“ zur Forschung und Gestaltung von Bildungsübergängen, ein multidisziplinärer und Theorie-Praxis-Austausch zur Diskussion bestehender Theorien und Konzepte, um die Perspektiven der verschiedenen Akteure und den wissenschaftlichen Diskurs zu bereichern sowie die Vernetzung von wissenschaftlichen und praktischen Akteuren im Themenbereich Bildungsübergänge. 

Die Konferenz „Bildungsübergänge gestalten“ ist ein Projekt der Stiftung Mercator in Kooperation mit der Ruhr Universität Bochum. Ein wissenschaftlicher Beirat begleitet die Vorbereitung der Konferenz im Hinblick auf die Programmgestaltung, um die inhaltliche Veranstaltungskonzeption, Referenten-Akquise und geplante Publikation auf möglichst breite Expertise aufzubauen. 

Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie in Kürze auf dieser Homepage.