51° 3/2011: Internationaler Austausch

Immer mehr junge Menschen zieht es während ihrer Schulzeit oder ihrer Ausbildung vorübergehend ins Ausland. Das ist gut so. Denn der Besuch fremder Länder fördert die individuelle Entwicklung und trägt maßgeblich zur Persönlichkeitsbildung bei. Darüber hinaus ist das Verständnis junger Menschen für fremde Länder und Kulturen von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, langfristig die Grundlagen für ein weltweites friedliches und demokratisches Miteinander zu schaffen. Auch deshalb haben wir diese Ausgabe von 51° dem Schwerpunktthema „Internationaler Austausch“ gewidmet.
Die Stiftung Mercator setzt sich seit längerem dafür ein, dass Jugendliche und Nachwuchsführungskräfte die Möglichkeit bekommen, andere Werte, Einstellungen und Lebensweisen kennenzulernen. 2010 haben wir im Rahmen unserer Strategie „Mercator 2013: Ideen beflügeln, Ziele erreichen“ mit Mercator Exchange ein neues Dach für alle Austausch- und Begegnungsprogramme der Stiftung Mercator geschaffen, das sich auf unsere Schwerpunktregionen Europa, China und die Türkei konzentriert. Unter diesem Dach werden die Programme strategisch ausgebaut und weiterentwickelt. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu bieten, selbst in das jeweils andere Land zu reisen, sich ein Bild vor Ort zu machen, die Kultur dort kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen.
Wir stellen Ihnen in dieser Ausgabe von 51° einige unserer Programme vor, berichten vom Zwischentreffen der Mercator Kollegiaten in Israel und Palästina und lassen natürlich auch die Jugendlichen selbst zu Wort kommen. Im Auftaktinterview berichtet Staatssekretär a. D. Klaus Scharioth, bis Juni deutscher Botschafter in Washington und neuer Rektor des Mercator Kollegs, von seinen eigenen Auslandserfahrungen und erläutert, welche Ziele das Mercator Kolleg verfolgt und worin er zukünftig die größten globalen Herausforderungen sieht. Dem scheidenden Rektor Heimo Richter gilt unser Dank für sein herausragendes Engagement und seine hervorragende Arbeit. Er wird der Mercator Community auch weiterhin angehören.
Des Weiteren spricht der US-amerikanische Stiftungsexperte Kenneth Prewitt über die gesellschaftspolitische Rolle privater Stiftungen und erklärt, welche Möglichkeiten diese haben, Wirkung zu erzielen. Außerdem stellen wir Ihnen unser neues Projekt Sprache durch Kunst vor und berichten über die gemeinnützige Organisation Phineo. Wir werfen zudem einen Blick zurück auf unsere diesjährige Mercator Lecture, in deren Rahmen wir eine wegweisende Kooperation mit der in der Türkei ansässigen Sabanci Universität angestoßen haben. Im April haben wir beschlossen, in den kommenden Jahren rund neun Millionen Euro in die deutsch-/europäisch-türkischen Beziehungen zu investieren. Mit der Sabanci Universität haben wir einen strategischen Partner gefunden, der uns in diesem Zusammenhang maßgeblich unterstützen wird.
