51° 1/2011: Hochschulentwicklung

Die Entscheidungsspielräume von Hochschulen und die an sie gerichteten Erwartungen sind im letzten Jahrzehnt erheblich gewachsen. Diese Dynamik geht mit einer starken Differenzierung des Hochschulsystems einher. Der Prozess der Differenzierung und der damit verbundene Wettbewerb haben zugleich die Suche nach Kooperationspartnern zur Stärkung der eigenen Position befördert. Die Stiftung Mercator verfolgt das Ziel, Hochschulen im Umfeld von Differenzierung und Kooperation in ihren institutionellen Entwicklungen zu unterstützen.
Dabei messen wir der Zusammenarbeit von Hochschulen besondere Bedeutung zu. Wir sind überzeugt davon, dass Universitäten von institutionellen Kooperationen untereinander, mit Fachhochschulen, aber auch mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen profitieren, die über eine projektbezogene Zusammenarbeit hinausgehen und auf gemeinsame strategische Ziele setzen. So kann auch das Profil von Wissenschaftsregionen gestärkt werden.
Als private Stiftung sehen wir uns in diesem Prozess der institutionellen Weiterentwicklung als Impulsgeber und Partner der Hochschulen, der unabhängig von staatlichen Einflussnahmen handelt und so neue Akzente setzen kann. Daher haben wir den Schwerpunkt dieser Ausgabe von 51° dem Thema Hochschulentwicklung gewidmet.
Darin ziehen Magdalena Sauvage, Sen Cheng und Markus Werning von der ersten Mercator Forschergruppe ein Zwischenfazit ihrer Arbeit, Detlef Müller-Böling fasst die Ergebnisse einer Vergleichsstudie zur den Wissenschaftsregionen Berlin, München, Zürich und Ruhrgebiet zusammen und Karsten Urban und Günter Gramlich stellen ihr Konzept für eine Zusammenarbeit zwischen Universität und Fachhochschule vor. Darüber hinaus berichten wir von den ersten Antragsrunden beim Mercator Research Center Ruhr (MERCUR), von der Gastprofessur Peer Steinbrücks an der NRW School of Governance und von der Initiative „Mehr als Forschung und Lehre!“, die wir gemeinsam mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ins Leben gerufen haben.
