51° 1/2010: Wissenschaftsregion Ruhr
Die Metropole Ruhr ist bereits heute mit mehr als 155.000 Studierenden, drei Universitäten, mehr als 60 außeruniversitären Forschungseinrichtungen und rund 25 Sonderforschungsbereichen, „Transregios“ und Forschergruppen nach Berlin und München die drittgrößte Wissenschaftsregion in Deutschland und hat das Potenzial, sich zu der führenden Wissenschaftsregion Deutschlands zu entwickeln. Wir bei Mercator glauben daran, dass dazu gleichermaßen die Kooperation der Einrichtungen unterstützt und ihr Potenzial, sich innerhalb der Konkurrenz zu behaupten, verstärkt werden müssen.
Für uns als Stiftung bietet diese dichte Wissenschaftslandschaft die Möglichkeit, innovative und mutige Ansätze zu unterstützen. Wir sehen in der Metropole Ruhr ein Laboratorium, in dem durch den Strukturwandel Herausforderungen schneller eintreten als in anderen Regionen. Wissenschaft und Forschung kamen spät ins Revier, gewinnen aber immer stärker an Durchschlagskraft und internationaler Klasse, und sie werden mehr und mehr zum zukunftweisenden Faktor in der Region.
Wir berichten über die Geschichte der Wissenschaft in der Metropole Ruhr und geben einen Einblick in die Kraft von Kooperationen in Wissenschaftsregionen. Der Historiker Winfried Schulze stellt Ihnen in einem Interview das Mercator Research Center Ruhr vor, das von den drei Universitäten Bochum, Dortmund und Essen-Duisburg gemeinsam mit der Stiftung Mercator gegründet wurde, um die institutionelle Kooperation der drei Universitäten zu stärken. Rolf-Michael Simon zeigt Ihnen, wo die Forschung im Ruhrgebiet ihren Ursprung hatte und warum hier Vielfalt auf Spitzenniveau entwickelt wird. In einem Interview sagt Ihnen der Nachwuchswissenschaftler Kai P. Schmidt, Mitglied des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaft und Künste, was die Region jungen Wissenschaftlern zu bieten hat, und Wolfgang Rohe, Leiter des Kompetenzzentrums Wissenschaft der Stiftung Mercator, schreibt in seinem Gastbeitrag über die Rolle des Ruhrgebiets in der Wissenschaftsförderung der Stiftung Mercator, über Einheit und Vielfalt, über Wettbewerb und Kooperation.

