SammLehr – An Objekten lehren und lernen
Von Fossilien und Schmetterlingen bis hin zu Handschriften, Münzen und Instrumenten: In den Universitäten Deutschlands führen wissenschaftliche Objekte – beispielsweise geologischer, medizinhistorischer oder biologischer Art – ein Schattendasein. Gründe dafür sind beispielsweise der Vormarsch der Digitalisierung und der Einsatz moderner Medien. Wissenschaftliche Objekte und Sammlungen haben mehr und mehr ihre Rolle bei der Veranschaulichung und Vermittlung von Lerninhalten verloren. Anstatt das Objekt selbst in der Lehrveranstaltung zu nutzen, wird eine Abbildung genutzt. Die Möglichkeit, die Merkmale durch eigene Erfahrung und eigenen Umgang mit dem Schädel als Lernobjekt zu identifizieren, besteht nicht. Lernende wie Lehrende entfernen sich so immer weiter von ihren Untersuchungsgegenständen. Dabei liegt in den Sammlungsobjekten das Potential durch ihre ästhetische Präsenz die Lehre entscheidend zu verbessern. Hier setzt die Initiative „SammLehr – An Objekten lehren und lernen“ an.
Hinweis: Am 11. Januar 2013 wurden neun Hochschulen zu den Gewinnern der Initiative "SammLehr" gewählt - mehr dazu.
Aufbau und Organisation
Der Wettbewerb „SammLehr“ der Stiftung Mercator richtet sich an alle staatlich anerkannten Universitäten in Deutschland. Sie konnten in der Zeit vom 24. April bis 31. August 2012 Anträge einreichen. Im Januar 2013 werden die ausgewählten Projekte vorgestellt. Diese werden über bis zu drei Jahre mit bis zu 200.000 Euro unterstützt. Gefördert werden Projekte, die ästhetische Bildung als Dimension universitärer Lehre durch den Einsatz von Sammlungen und Sammlungsobjekten in innovativer Weise erweitern.
Den Ausschreibungstext finden Sie in der rechten Spalte dieser Seite zum Download.
Ziele
Die Initiative „SammLehr – An Objekten lehren und lernen“ strebt an, den Stellenwert wissenschaftlicher Objekte und der damit verbundenen Sammlungen in der universitären Lehre zu erhöhen und somit Formen der Vermittlung mit und durch Objekte nachhaltig zu etablieren.

