Stiftung Mercator

Mehr als Forschung und Lehre! Hochschulen in der Gesellschaft

Logo der Initiative Mehr als Forschung und Lehre

Mehr als Forschung und Lehre heißt eine bundesweite Initiative der Stiftung Mercator und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Auftrag und Leistungen von Hochschulen gehen in Deutschland schon heute über Forschung und Lehre hinaus. So arbeiten Hochschulen beispielsweise mit lokalen Unternehmen in der Aus- und Weiterbildung zusammen oder schaffen kulturelle Angebote für Stadt und Region. Diese Entwicklung soll mit der Initiative gestärkt werden und zugleich soll mehr öffentliche Aufmerksamkeit für eine vielfältige Hochschullandschaft geschafft werden. Beide Stiftungen stellen jeweils 700.000 Euro zur Verfügung.

Hinweis: Am 18. Februar 2011 wurden sechs Hochschulen zu den Siegern des Wettbewerbs "Mehr als Forschung und Lehre" gewählt - mehr dazu hier.

Aufbau und Organisation

Alle staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland konnten sich im Zeitraum vom 3. Mai bis 31. Juli 2010 bewerben. Eine Antragstellung war auch im Verbund möglich.

Es wurden Konzepte gesucht, mit denen Hochschulen ihre Rolle als gesellschaftlicher Akteur stärken wollen. Die Hochschulen sollten sich in dieser Ausschreibung mit der Frage nach ihrem Selbstverständnis und ihrer Rolle in der Gesellschaft auseinandersetzen: In welcher Form hat die Hochschule gesellschaftliches Engagement bereist umgesetzt? Welche weiteren Schritte sind geplant?

Wenn eine Hochschule bereits mit gesellschaftlichen Akteuren kooperiert, sollte sie darauf hinarbeiten zu überlegen, wie diese Kooperationen weitergeführt oder vertieft werden können: Wie sind die bisherigen Aktivitäten in die Gesamtstrategie der Hochschule eingebunden? Welche Auswirkungen haben bisherige Aktivitäten auf das Gemeinwesen? Darüber hinaus geht es darum, neue Projekte zu initiieren.

Auswahlverfahren
Das Antragsverfahren ist zweistufig. In einem ersten Schritt konnten Hochschulen bis zum 30. Juli 2010 eine Projektskizze mit Zeitplan einreichen, in der sie ihr Konzept einer „Hochschule in der Gesellschaft“ beschreiben.

Auf Grundlage dieser Skizzen wurden von einem Gutachtergremium im November 2010 zehn Hochschulen ausgewählt, die ihre Konzepte am 17./18. Februar 2011 auf einer internationalen Konferenz vor Gutachtern und Publikum präsentieren werden. Die zehn Konzepte werden mit je 10.000 Euro prämiert. Bis zu sechs Projekte werden dann ausgewählt und mit bis zu 250.000 Euro für die nächsten zwei Jahre gefördert.

Ziele

Ziel der Partner ist es, die Rolle von Hochschulen als gesellschaftliche Akteure zu stärken. Hochschulen sollen dabei unterstützt werden, gesellschaftliches Engagement über bestehende Einzelprojekte hinaus als strategisches Element ihrer institutionellen Weiterentwicklung in den Blick zu nehmen.