MELEZ

Das MELEZ-Projekt ist eines der großen Kernprojekte von RUHR.2010. Es hat zum Ziel, mit Jugendlichen und Künstlern eine gemeinsame Vorstellung vom Zusammenleben in der Metropole Ruhr zu erarbeiten. Die Unterstützung der Stiftung Mercator für MELEZ ist ein Bekenntnis zum Standort der Stiftung: das Ruhrgebiet ist Zukunftslabor für Zusammenleben in einer kulturell diversen Gesellschaft. Heute leben in dieser Region 170 Nationen und über hundert Religionsgemeinschaften. Migrantenselbstorganisationen, Künstler und Kulturmanager stellen seit Jahren Programme zusammen, um diese Vielfalt zu nutzen. Nur wenige von ihnen sind jedoch mit den Angeboten in Nachbarstädten der Metropole Ruhr vernetzt. MELEZ hat zum Ziel, Akteure zu verbinden, Programme nachhaltig zu vernetzen und konzeptionell zu erweitern.
Aufbau und Organisation
Die Stiftung Mercator unterstützt MELEZ in drei ausgewählten Projektbestandteilen.
- Im MELEZ-Labor beschäftigen sich Jugendliche und Lehrer als Lerngemeinschaften mit kulturpolitischen Fragen zu den Anforderungen von leben und lernen unter den Bedingungen wachsender Diversität.
- Die MELEZ-Tagung „Tage der Sprachen im Ruhrgebiet“ thematisiert Bi- und Multilingualismus im Alltag unter wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten.
- Der Bundesfachkongress Interkultur in Bochum bearbeitet das Thema Interkultur auf wissenschaftlicher und politischer Ebene.
Alle Projektbestandteile sind in das große MELEZ-Festival der Kulturen eingebunden, das seit 2005 jährlich im Herbst stattfindet und seit 2007 offizieller Bestandteil der Kulturhauptstadt RUHR.2010 ist.
Ziele
MELEZ setzt auf die Brückenfunktion von Kunst und Kultur für den interkulturellen Dialog. Es fordert zum dauerhaften Austausch auf und unterstützt Netzwerke durch gezielten Fachdiskurs. MELEZ trägt dazu bei die kulturelle Vielfalt der Region abzubilden und gibt neue Impulse für die Region und ihre Menschen über das Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 hinaus.

