Stiftung Mercator

Royston Maldoom über die Arbeit mit Jugendlichen mit Tanz

Royston Maldoom bei der zweiten Mercator EssensZeit

"Das, was ein Projekt zum Erfolg macht, ist der Moment in dem die Hülle bricht und ein Schmetterling herauskommt – der Moment, in dem meine Schüler das Projekt als ihr Projekt wahrnehmen und nicht mehr als meines“, sagte Royston Maldoom bei der zweiten Mercator EssensZeit am 23. November 2009 in Essen. Der britische Choreograph, der mit dem Film „Rhythm is it“ international bekannt wurde, sprach bei der EssensZeit mit großer Leidenschaft über seine Arbeit mit sozial benachteiligten Kindern und jungen Straftätern und von seiner Überzeugung, dass Tanz das Leben von jedem verändern kann.

Das Video zum Gespräch mit Royston Maldoom sehen Sie hier.

Mehr als 100 Gäste waren zur zweiten Mercator EssensZeit, die die Stiftung in Kooperation mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung veranstaltet, zur Mittagszeit in die Stiftung gekommen, um Royston Maldoom zu erleben. Dieser sprach über seine Kindheit, über seinen Englisch-Lehrer und seinen Französisch-Lehrer, die ihm gezeigt haben, was es heißt, mit Leidenschaft zu arbeiten; zwei Lehrer, die sein Leben beeinflusst haben. Er sprach über seiner Zeit als erster „Dance Artist in Residence“ in einer Community in England und den Film „Rhythm is it“. In dem Dokumentarfilm arbeitet er mit 250 Berlinern Kindern und Jugendlichen aus 25 Nationen und den Berlinern Philharmonikern an dem Tanzprojekt Sacre. „Tanz kann und soll die Kinder lehren, aufrecht zu stehen und andere zu stützen. Daraus erwächst Respekt für sich und für andere“, so Maldoom.

Zur Person
Im Alter von 22 Jahren begann Royston Maldoon mit einer Ausbildung zum klassischen Ballett-Tänzer. Bereits 1975 erhielt er für seine Arbeit als Choreograf erste Preise. Es folgten Inszenierungen unter anderem für das Dance Theater in Harlem oder das peruanische Nationalballett. Von 1980 bis 1983 war Maldoom für das Fife Regional Council in Schottland tätig. Dort organisierte er Workshops, Sommerkurse und Festspiele und rief kommunale Tanzgruppen für Jugendliche und Erwachsene ins Leben. In den 1980er und 1990erJahren fuhr er mit einem Campingbus durch die meisten europäischen Staaten und organisierte dort Tanzprojekte. Er konzentrierte seine choreographischen Projekte verstärkt auf den sozialen Bereich. So arbeitete er 1996 mit hundert Straßenkindern in Addis Abeba  und choreographierte gemeinsam mit protestantischen und katholischen Jugendlichen in Nordirland oder in Hamburg mit jungen Männern ohne Hauptschulabschluss. Sein international bekanntestes Tanzprojekt, Sacre, und der darüber entstandene Dokumentarfilm Rhythm Is It! machte ihn international bekannt.

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