Stiftung Mercator

Lord Anthony Giddens stellte neues Buch erstmals in Deutschland vor

Lord Anthony Giddens bei der ersten Mercator EssensZeit

 

In seinem neuen Buch widmet sich der berühmte Soziologe und Ratgeber von Tony Blair und Bill Clinton dem Klimawandel. Der ehemalige Director der London School of Economics (LSE) glaubt einen fundamentalen blinden Fleck in der Klimapolitik gefunden zu haben. Um diese Handlungslücke zu überwinden, sagte Giddens während der Mercator EssensZeit, müsse man unkonventionelle Maßnahmen ergreifen – unter anderem die „Entpolitisierung“ von Klima- und Energiepolitik.

Nach der Buchpräsentation von Lord Anthony Giddens kommentierte Dr. Hermann Ott, Leiter des Berliner Büros des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, die Thesen, moderiert von Ulrich Reitz, Chefredakteur der WAZ.

„Es ist immer ein Gewinn, wenn sich ein herausragender Denker eines neuen Themas annimmt – häufig folgen daraus neue und wichtige Erkenntnisse. Anthony Giddens ist ein solcher Denker und die Lektüre seines aktuellen Buches über die Klimapolitik verspricht genau das“, sagte Ott. Ulrich Reitz ergänzte: „Wenn Anthony Giddens Recht hat, und viel spricht dafür, dann zeigt das nur, wie weit unser Weg noch ist“.

Zur Person
Der Soziologe und Vordenker des „Dritten Weges“ Lord Anthony Giddens ist der ehemalige Direktor der London School of Economics (LSE). Sein aktuelles Buch „The Politics of Climate Change“ ist im März 2009 bei Polity Press erschienen. Vor seiner Tätigkeit als Direktor der LSE von 1997 bis 2003 war er Professor der Soziologie am King‘s College in Cambridge. 2004 wurde ihm mit der Aufnahme ins britische House of Lords der Titel eines Lords verliehen. Neben seiner wissenschaftlichen Karriere ist er als Berater von Tony Blair bekannt geworden. Seit einigen Jahren setzt er sich mit dem Klimawandel und den Konsequenzen der Moderne in einer globalisierten Welt auseinander.

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